Gemeinsames Erinnern und ein Appell

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Volkstrauertag Foto: privat

Viele kamen in Dewangen auf den Friedhof, um Kriegsopfern zu gedenken.

Aalen-Dewangen. Am Volkstrauertag konnte Ortsvorsteherin Andrea Zeißler viele Privatleute, die Reservistenkameradschaft Dewangen, den Musikverein Dewangen, den Liederkranz Reichenbach, den Liederkranz Dewangen und die Fahnenabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr Dewangen und und ortsansässige Vereine am Kriegerdenkmal im Friedhof in Dewangen begrüßen.

Seit 70 Jahren werde der Volkstrauertag auf diese Weise begangen, so Gerd Höflacher, der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Dewangen. Die Erinnerung an diesem nationalen Trauertag gelte den Gefallenen und den zivilen Opfern der beiden Weltkriege, aber auch die Gefallenen der Bundeswehr, die bei Auslandseinsätzen ihr Leben lassen mussten, dürften nicht in Vergessenheit geraten. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge betreue unter dem Motto „Gemeinsam für den Frieden“ mehr als 830 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten mit etwa 2,8 Millionen Kriegstoten.

„Leider steht seit dem 24. Februar 2022 der brutale Angriffskrieg von Putins Russland gegen die Ukraine im Mittelpunkt unseres Alltags“, sagte Höflacher. „Dort gibt es neue Opfer von Krieg und Gewalt und es herrscht Trauer und Verzweiflung auf beiden Seiten der Kriegsparteien.“ Der Vorsitzende zitierte Heinrich Heine: „Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte“ - Träume, Wünsche, Ziele, die durch einen vielleicht vermeidbaren, oft sinnlosen Tod nicht gelebt werden konnten. Zum Ende seiner Rede appellierte Höflacher, trotz aller aktuellen Widrigkeiten, zuversichtlich nach vorne zu blicken.

Für die Kirchen sprach Karl-Heinz Eßwein ein Gebet.

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