Kita: Teurer, aber im Zeitplan

  • Weitere
    schließen
+
Nach derzeitigem Stand kostet der Bau der Kita im neuen Bildungszentrum in Dewangen 3,06 Millionen Euro, inklusive etwa 90 000 Euro für die Außenanlagen.
  • schließen

Warum die Kosten für die Dewanger Kita "KiBiZ" steigen, wie der Bau voranschreitet und wie der Weg dorthin sicherer werden könnte.

Aalen-Dewangen

Wenn's mal wieder teurer wird ... davon können Bauherren ein Lied singen. Auch öffentliche. Mit einer Kostensteigerung beim Bau der neuen Kita im Kinder- und Bildungszentrum Dewangen, kurz "KiBiZ" befassten sich die Ortschaftsräte Donnerstagabend bei der Sitzung in der Wellandhalle. In punkto Verkehrssicherheit für die Fußwege zur Schule und der zukünftigen Kita machten die Räte Druck.

Darum kostet es mehr

Drei Kita-Gruppen soll die "Kita im KiBiZ", dem neuen Bildungszentrum mit Schule und Kindertagesstätte haben, erläutert Wolfgang Balle vom Amt für Gebäudewirtschaft. 52 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt sollen dort ab Juni 2021 betreut werden. Geplant waren ursprünglich zwei Gruppen. Die neue Aufgabenstellung mache es nicht möglich, das ursprüngliche Budget von 2,5 Millionen Euro zu realisieren, das ohnehin schon "ambitioniert" gewesen sei. Aktualisierte Richtlinien beim Brandschutz, höhere Anforderungen an die Haustechnik, Hygienevorschriften, die Holzfassade, all das verursache Mehrkosten.

Aktuell kostet der Bau nun 3,06 Millionen inklusive rund 90 000 Euro für die Außenanlagen, so Balle. Weil es aber einen Zuschuss vom Bund von rund 387 000 Euro gibt, verringern sich die Mehrkosten auf 167 000 Euro. Zeitlich sei man bis auf die Aufbringung des Estrichs im Plan und zuversichtlich, dass das so bleibt, so Balle. Die Dächer und die Fassade seien dicht. Allein die Kalkulation für die Außenanlagen sorgte bei Margit Schmid für Stirnrunzeln. 90 000 Euro: "Das passt nicht." In Dewangen würden demnach 75 Euro für einen Quadratmeter Außenanlage reichen, für den woanders 300 Euro ausgegeben werden, so Schmid.

."Jetzt wissen wir, wo wir stehen", bilanzierte Ortsvorsteherin Andrea Zeißler. "Aber es muss weitergehen."

Verknüpfung mit Schule

"Tolle Voraussetzungen" würden mit dem Bau für das pädagogische Konzept "infas" geschaffen, so Ramona Sorg vom Amt für Soziales, Jugend und Familie. Die Nähe zur Schule sei eine "ganz große" Besonderheit, mache Synergien und pädagogische Verknüpfungen möglich. Eine erste Vorstellungsrunde für Bewerberinnen der Leitungsstelle seien für Dezember geplant.

Eine Kita-Gruppe kostet eine Million Euro.

Wolfgang Balle Amt für Gebäudewirtschaft

Defizite bei der Wegesicherheit

Die Straße, die viele Kinder aus dem Wohngebiet Birkäcker queren müssen, um zur Schule und zur künftigen Kita zur kommen, ist die Treppacher Straße. Und dort wird zu schnell gefahren, wie Stefan Pommerenke vom Tiefbauamt erläuterte. Trotz 30er-Zone. Alle sieben Wochentage habe man gemessen, fast durchgehend. 46 Kilometer in der Stunde sei dort Durchschnittsgeschwindigkeit, so das Ergebnis. Wobei viele deutlich schneller als 50 fahren würden.

Wie weit denn überhaupt 30 gefahren werden müsse, sei nicht klar, so die Räte. Dies müsse man verdeutlichen. Gehweg mit Bushaltestelle, Querungshilfe, Zebrastreifen, die Möglichkeit der stationären Geschwindigkeitsüberwachung. Ampellösung, alles Möglichkeiten, die diskutiert wurden. "Eine Lichtanlage ist hier gut investiertes Geld", so Helmut Gentner.

Um in der Treppacher Straße einen Gehweg zu machen, müsse die Stadt Grund erwerben, sagte Pommerenke. Was nicht in zwei Monaten realisierbar sei.

Der Grunderwerb sei Thema seit Jahren, so die Räte einhellig. Hier müsse nun schnell was geschehen. Zumindest Angebote für den partiellen Kauf würden mittlerweile auf dem Tisch liegen, berichtete Ortsvorsteherin Andrea Zeißler.

Auch für die Überquerung der Rechbergstraße wurden schnelle Lösungen gefordert. Solange es keinen sicheren Schulweg gebe, würden die Eltern weiter mit dem Auto kommen, sagte Johannes Kohl. "Weil sie Angst haben." Das verursache Chaos. Hier soll die Straße durch Nasen verengt werden, und der Lehrerparkplatz verlegt werden. Auf dem alten Lehrerparkplatz soll eine Möglichkeit für autofahrende Eltern zu geschaffen werden, sich dort von ihren Kindern zu verabschieden.

Zurück zur Übersicht: Dewangen

WEITERE ARTIKEL