Diabetes ist eine Gefahr für Kinder

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Dr. Bernhard Zweigle ist Experte auf dem Gebiet Diabetes und praktiziert in Aalen-Waldhausen. Er erläuterte die verschiedenen Erkrankungstypen und die Risikofaktoren. Foto: privat

Experten diskutieren Chancen und der Prävention und Früherkennung.

Aalen. Zu einem öffentlichen Fachtag in der Aula der Hochschule Aalen hatte kürzlich das Gesundheitsamt des Landratsamts Ostalbkreis eingeladen. Schwerpunktthema waren die Früherkennung und Prävention von Diabetes mellitus. Dr. Anna Rohr, die Leiterin des Gesundheitsamts, betonte die Relevanz der Stoffwechselkrankheit, an der laut Robert-Koch-Institut aktuell in Deutschland etwa sieben Millionen Erwachsene erkrankt sind.

Im ersten Vortrag der Veranstaltung gab Diabetologe Dr. Bernhard Zweigle, der seit 2013 in seiner Praxis in Aalen-Waldhausen tätig ist, einen Überblick über die Erkrankung und erläuterte den Unterschied zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Einen Fokus legte er auf die Risikofaktoren, die zu einem Typ-2-Diabetes führen können: Übergewicht, erhöhter Blutdruck und erhöhte Blutfette wie z. B. Cholesterin - häufig verursacht durch einen ungesunden Lebensstil.

Anschließend machte Leonie Schönsee vom Gesundheitsamt auf die Ketoazidose-Präventionskampagne des Landes aufmerksam. Zudem zeigte sie die Symptome eines Typ-1-Diabetes bei Kindern auf: ständiger Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme und stetige Müdigkeit.

Sie betonte, dass mit Kinder beim Auftreten dieser Warnzeichen sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufgesucht werden sollte. Denn eine unerkannte und unbehandelte Diabetes-Erkrankung kann bei Kindern zu einer schweren Stoffwechselentgleisung – der sogenannten Ketoazidose – führen. Im Extremfall kann es durch diese Übersäuerung des Blutes sogar zum lebensgefährlichen diabetischen Koma kommen. Um das zu verhindern, ist es wichtig, dass vor allem Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer über die Warnzeichen Bescheid wissen und so im Fall der Fälle einen vorbeugenden Arztbesuch in die Wege leiten können.

Während der Pause konnten die Teilnehmenden des Fachtags ihr eigenes Diabetes-Risiko anhand eines Fragebogens testen und sich mithilfe von Postern, die von Studierenden der Hochschule Aalen erstellt wurden, detaillierter über die Erkrankung informieren. Anschließend referierte die Ernährungsberaterin Sabrina Hettich, die in Schwäbisch Gmünd eine Praxis betreibt, über den positiven Einfluss einer gesunden Ernährung auf die Prävention und die Therapie einer Diabetes-Erkrankung.

Zum Schluss erläuterte Franziska Schmid die Relevanz von ausreichend Sport und Bewegung, vor allem im Zusammenhang mit dem Typ-2-Diabetes.

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