Geistliches Wort in der Corona-Krise

Die eine Stimme hören

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Neresheim. "Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat." So beginnt die Mönchsregel des heiligen Benedikt.

Neresheim. "Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat." So beginnt die Mönchsregel des heiligen Benedikt. Als uns Mönchen der Satz kürzlich vorgelesen wurde, hörte ich die Worte als sehr passend in diesen Tagen, in denen die Gestaltung des alltäglichen Lebens wieder mehr in unsere eigene Verantwortung gelegt wird. Höre… nimm an… erfülle – nach diesen Worten versteht sich unser Tun als Antwort auf ein Wort, das wir sehr bewusst gehört haben und das uns zu Herzen gegangen ist. Gerade hören wir eine Fülle von Worten und Stimmen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und persönlichem Umfeld, die uns mehr oder weniger laut und eindringlich sagen, was zu tun ist. Ich bin überzeugt, Gott traut uns zu, aus ihnen heraus und zugleich durch sie hindurch die eine Stimme zu vernehmen, die uns zu Herzen geht. Sie ist nicht immer gleich, doch jeden Tag neu als Herausforderung, die in uns die Lust auf Leben wecken will.

Pater Gregor Hammes, OSB, Kloster Neresheim

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