Kommentar:

Die Informationspolitik passt

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Katharina Scholz

Katharina Scholz freut sich, dass der OB die Bürgerinnen und Bürger nicht anlügt.

Aufgeregt haben sich mehrere Stadträtinnen und Stadträte darüber, dass sie die Neuigkeiten zum Kombibad und zum Steg aus der SchwäPo erfahren haben. Das machten sie deutlich, als diese Zeitung am Dienstag alle Fraktionen und Zählgemeinschaften abtelefoniert hat, um deren Reaktionen einzuholen. Gewünscht hätten sie sich, dass der Gemeinderat zuerst informiert wird. Roland Hamm von den Linken zum Beispiel meinte, der OB hätte sich die schlechten Nachrichten bis zur Ausschusssitzung am Mittwoch „verheben“ sollen. Und sie nicht bereits bei der Veranstaltung im Hirschbach am Montag verkünden sollen. In der Ausschusssitzung am Mittwoch bekräftige Hamm das noch einmal. Aber was wäre die Alternative gewesen? Dass der OB die Bürgerinnen und Bürger anlügt? Nein, das macht Frederick Brütting nicht. Er wurde etwas gefragt und hat wahrheitsgemäß geantwortet. Genau das erwarte ich vom Oberbürgermeister. Die anderen Fraktionen und Zählgemeinschaften haben das nach dem ersten Schock vielleicht auch erkannt. Denn außer Hamm äußerte sich in der Ausschusssitzung niemand mehr zu Brüttings Informationspolitik. Dass Leserinnen und Leser, auch wenn sie Mitglied im Gemeinderat sind, Neuigkeiten aus der Zeitung erfahren, sollte auch kein Skandal sein. Dazu ist eine Zeitung da.

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