Lesermeinung

Die Katastrophe überfordert

Zum Hochwasser:

Die verheerende Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat ein bezeichnendes Licht auf den Zustand des deutschen Zivil- und Katastrophenschutzes und die mangelhafte Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen auf diesem Gebiet geworfen. (...)

Zur Wahrheit gehört auch, dass die Auswirkungen von Umweltschäden uns längst eingeholt haben. Was wir nach dieser Hochwasser-Katastrophe brauchen, ist ein „Manifest des Neubeginns“, wo politische und bürgerverantwortliche Menschen in Gemeinden und Städten in Bürgerräten zusammenarbeiten. Denn es zeigte sich einmal mehr,

dass Deutschlands staatliche Strukturen mit dem Ernstfall von Natur- und Wetterkatastrophen zunehmend überfordert sind, weil sich augenscheinlich das zuständige Führungspersonal lieber in ideologische Wolkenkuckusheime flüchten statt sich mit echten Problemen am Boden zu befassen.

Das abziehende Wasser bringt es an den Tag. Deutschlands Staatsgebäude ist eine Baustelle mit Einsturzgefahr. Es war Willy Brandt, der vor über 50 Jahren sagte: „Mehr Demokratie wagen.“ Heute ist es wichtiger denn je. Den größten Dank und ein doppelter Chapeau, Chapeau gebührt in diesen Tagen allen Helferinnen, Helfern und Einsatzkräften vor Ort, die teils unter Einsatz ihres Lebens Hilfe leisten.

Karl Maier

Aalen-Unterkochen

Zurück zur Übersicht: Aalen

WEITERE ARTIKEL

Kommentare