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Die kleine Rache mit der Ratte

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Manfred Moll über eine kleine Revanche wegen einer Gemeinheit

Die kleine braune Ratte heißt "Seitenbacher". Ja, warum denn das? "Müslifresser" antwortet die Frau kurz angebunden, unter deren Schuppen im Garten das Nagetier wohnt. – Müsli als Rattenfutter? "Ja, das ist eine Hausratte", erzählt die Gartenbesitzerin. "Die sind im Gegensatz zur Wander- oder Kanalratte vom Aussterben bedroht und stehen in Deutschland auf der roten Liste der gefährdeten Arten." Stimmt. Diese Rasse fuhr früher auch als Schiffsratte um die ganze Welt, doch heute muss sich eine unter ihnen "Seitenbacher" nennen lassen. Sie wissen schon, der Müslimann, den alle Marketingleute hassen, weil er in einem kleinen Kellerstudio seine Werbung selbst produziert. Und dessen Frucht-Müsli neulich von einer Verbraucherzentrale zur "Mogelpackung des Monats" ernannt wurde – denn er hatte die Menge um 25 Prozent verringert und die kleinere Packung viel teurer verkauft. Das rächt sich jetzt mit der Ratte.

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