Guten Morgen

Die Sache mit den Chips

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Zoe Kapoor über die unwiderstehliche Versuchung

Neue Ladung ist angekommen. Monatelang musste ich auf die scharfen Käsepuffs aus Amerika warten. Nur, weil es sie hier in Deutschland nicht gibt. Drei Packungen habe ich nun wieder im Vorrat und die müssen jetzt wenigstens für ein oder zwei Wochen reichen. Doch Vorsicht ist geboten. Wenn ich einmal anfange, gibt es kein Halten mehr. Die Hand greift fast selbstständig in die Tüte und führt die Leckerei zum Mund. Nach jedem Griff schaue ich in die Tüte und der Puls steigt: Es ist schon wieder weniger geworden. Wenn das so weiter geht, war es das mit den zwei Wochen. Angstmodus ist eingeschaltet. Um nicht an einem Tag die Tüte zu leeren, hilft nur eins: Eine Regel muss her. Wie wäre es, wenn ich nur zwölf Chips am Tag essen würde? Nicht mehr. Einen Versuch ist es wert und ich zähle. Ein Chip. Zwei Chips. Drei Chips. Plötzlich werde ich angesprochen und vergesse, bei welcher Zahl ich war. Der Puls steigt weiter. Aus Panik greife ich weiter in die Tüte. Doch was ist das: Der letzte Chip aus der Tüte. Toll, jetzt habe ich mich aber ordentlich verzählt.

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