Die Schulen bleiben zu

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Kein Wechselunterricht ab Montag an Aalener Schulen. Stadt und Schulen entschließen sich für Fernunterricht.

Aalen. Eigentlich sollte ab kommendem Montag der Wechselunterricht für alle Schüler losgehen – unterstützt mit einer Testpflicht für alle Anwesenden. Eigentlich.

Die Pandemie macht diesem Öffnungsschritt einen Strich durch die Rechnung. „Nachdem der Inzidenzwert für den Ostalbkreis am Donnerstag über 200 gestiegen ist, greifen weitere Verschärfungen der Corona-Verordnung, um das Infektionsgeschehen einzudämmen“, teilt die Stadt Aalen mit. Bei anhaltend hohen Inzidenzwerten über 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen ist spätestens am übernächsten Werktag zwingend an den Schulen Fernunterricht anzubieten.

„Da über das Wochenende nicht mit einem Rückgang der Infektionszahlen zu rechnen ist, haben sich die Stadt und die geschäftsführenden Schulleiter Michael Weiler und Karl Frank am Freitag darauf verständigt, für alle städtischen Schulen bereits ab Montag auf Fernunterricht umzustellen“, so die Mitteilung der Stadtverwaltung weiter.

„Wir fahren im Grunde zweigleisig“, verrät Michael Weiler, Rektor des Kopernikus-Gymnasiums Wasseralfingen. Denn längst ist er als Rektor auf viele Eventualitäten vorbereitet, welche die Pandemie mit sich bringt. Er betont: „Angesichts der hohen Inzidenz ist es der absolut richtige Schritt.“ Auch Karl Frank, Rektor der Schillerschule, erklärt: „Für die Öffnung der Schulen waren die Schulen bestens vorbereitet. Falls es keine veränderten Vorgaben für eine Öffnung gibt, haben wir also das Konzept in der Schublade.“

Zwar hätten Schulen und Lehrkräfte gehofft, dass wieder Präsenzunterricht stattfinden kann, insbesondere für Schüler wäre einen solcher erster Schritt zurück in die „Normalität“ sehr wichtig gewesen. Doch: „Aus meiner Sicht gab es aber für diese Entscheidung keine Alternative“, so Frank, „da nicht zu erwarten ist, dass der Inzidenzwert sinkt. Und dann ist es sinnvoller, erst gar nicht zu öffnen, als dass bereits nach einem oder zwei Tagen der Präsenzunterricht wieder eingestellt werden muss.“

Schüler der Abschlussklassen lernen weiterhin im Präsenzunterricht. Auch die Notbetreuung für Schüler der 1. bis 7. Klassen wird weiterhin angeboten. Bei Bedarf können sich die Eltern bei den jeweiligen Schulsekretariaten melden und ihr Kind für die Notbetreuung anmelden. „Es wird kein Kind am Montag weggeschickt, wir werden für alle Fälle zusätzliches Betreuungspersonal einsetzen“, betont Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann.

Trotzdem gilt ab Montag eine Testpflicht für alle Schüler, die am Unterricht oder der Notbetreuung teilnehmen. Die Grundschüler werden vor dem Schulbesuch zu Hause getestet und dürfen nur mit negativem Testergebnis die Notbetreuung in Anspruch nehmen.

Die Testungen für Schüler der weiterführenden Schulen müssen vor Ort an den Schulen erfolgen oder es muss ein negatives Testergebnis eines Dienstleisters vorgelegt werden, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. „Eine Testung zu Hause mit Selbsttests ist nicht ausreichend“, so Weiler. sas

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