Neues vom Spion

Die SPD hört auf den Spion

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+++ Harmonischer Gemeinderat +++ SPD +++ Aalener Innenstadt +++

Kurz hat der Spion gedacht, er sei im falschen Film, nicht bei einer Sitzung des Aalener Gemeinderats, so harmonisch ging es zu. Einmütig haben die Rätinnen und Räte beschlossen, das Rathaus zu sanieren. Es gab keinen Antrag von den Grünen. Nicht mal Norbert Rehm hatte was auszusetzen an der Vorlage und der OB bedankte sich nach der Abstimmung sogar für das "Wohlwollen und Vertrauen". Dass es dem OB oder dem Gremium nicht gut geht, dachte der Spion schon besorgt. Aber bei den folgenden Tagesordnungspunkten flogen wieder wie gewohnt die Fetzen. Da war der Spion beruhigt.

Nicht nur beruhigt, sondern erfreut war der Spion, da die Genossen seine Kolumne aufmerksam lesen. Vergangene Woche hatte der Spion geschrieben, dass sämtliche Parteien vor Ort mit Marktständen Wahlkampf betreiben. Nur nicht die SPD. Noch am selben Wochenende hat der Spion zwei mal Post bekommen. Angesichts der Coronamaßnahmen habe die SPD nicht mit Marktständen geworben, erklärt Landtagskandidatin Dr. Carola Merk-Rudolph. Zwischenzeitlich sei aber der Inzidenzwert im Ostalbkreis gefallen. Daher sei sie am Samstag auf dem Wochenmarkt in Wasseralfingen präsent gewesen, mit Maske und Abstand. Ein Beweisfoto gibt's dazu. Der Aalener Ortsverein argumentiert ganz ähnlich und kündigt Marktstände für die letzten Wochen vor der Wahl an. Die Entscheidung habe man bewusst getroffen. "Der Spion hat verdeutlicht, wie wichtig es ist, unsere Entscheidungen zu kommunizieren", schreibt der Ortsverein dazu. Hano, wenn sich doch nur jeder seine Worte so zu Herzen nehme würde, denkt sich der Spion.

Der Spion ergötzt sich stets an den ideenreichen Aktionen, die sich die Innenstädtler für die Aalener City einfallen lassen. Am liebsten liegt er dann an einem schön dekorierten Stadtstrand mit einem Kaffee in der Hand im Liegestuhl und beobachtet die fröhlich shoppende Kundenschar. Doch ob die City je wieder so voll wird? Ausnahmsweise, so denkt der Spion, wäre es tatsächlich besser, wenn die Stadt Aalen sich Gmünd als Vorbild nehmen würde, und lieber in Soforthilfen für Händler und Gastronomen investieren würde, als in Blumen und sonstigen Nippes.

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