Guten Morgen

Donnerwetter, die Bahn!

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Manfred Moll

Manfred Moll über eine kleine Odyssee im Nahverkehr auf der Bahn

Wollen Sie was erleben? Haben Sie gute Nerven? Kommen Sie damit zurecht, nicht zu wissen, was auf Sie zukommt? Na, dann fahren Sie doch mal Bahn im Nahverkehr. Hab‘ ich gemacht. Wollte von Geislingen/Steige nach Aalen, Abfahrt 18.16 Uhr. Zug bis Göppingen, Bus nach Gmünd, Zug nach Aalen, 1:34 Stunden, so der Plan. Aber schon in Salach wartet mein Go-Ahead-Zügle auf einen österreichischen Fernzug. Der ist schon da, braucht aber 20 Minuten, bis er wieder weg ist – Bus in Göppingen futsch. Also weiter nach Stuttgart. Im Bahnhof Göppingen wird man aufgefordert, in den Regio-Express der Deutschen Bahn umzusteigen. Das klappt reibungslos. Aber der Zug nach Aalen ist um 19.55 Uhr in Stuttgart schon weg. Um 20.47 soll der nächste fahren, von Gleis 12. Nur steht dort, der Zug fahre nach Ulm. „Kein Problem“, meint der Mann mit der roten Dienstmütze, „zuerst fährt der Zug nach Ulm, wenige Minuten später kommt der nach Aalen“. Die „wenigen“ summieren sich auf 30. Ankunft um 21.30 Uhr, nach 3:14 Stunden, puuhh! Nebenbei bemerkt: Mit dem Auto fahre ich von Geislingen nach Aalen in 50 Minuten.

Manfred Moll war mit dem Zug unterwegs. Symbolfoto: tom

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