Geistliches Wort in der Corona-Krise

Durst nach Gott

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Pater Albert Knebel

"Gott, du mein Gott, dich suche ich." So beginnt in der Bibel Psalm 63. Er spricht vom Suchen und Dursten nach Gott, aber auch vom Sattwerden, vom Hängen an Gott, vom Gehaltensein:

"Gott, du mein Gott, dich suche ich." So beginnt in der Bibel Psalm 63. Er spricht vom Suchen und Dursten nach Gott, aber auch vom Sattwerden, vom Hängen an Gott, vom Gehaltensein: Der ganze Mensch ist einbezogen, nicht nur das Wort und der Gedanke. Das hat etwas Befreiendes und Entlastendes an sich: Das Gebet beginnt nicht erst dort, wo Menschen glauben oder wissen, dass ein Gott da ist, der sie hört, sondern mit der Sehnsucht. Das ist hilfreich im Blick auf eigene Erfahrungen, dass Gott mir in bestimmten Abschnitten des Lebens abhandenkommt, sodass ich mich auf die Suche machen muss nach Gott. Das ist im Blick auf viele Menschen am Rand oder außerhalb der Kirchen wichtig. Oft sind es die Not, die Angst, das eigene oder fremde Leid, die Menschen bewusst machen, dass ihre tiefsten Sehnsüchte ungestillt sind, ja, dass ihr ganzes Leben eine einzige Durststrecke ist. Wenn wir diesem Durst auf die Spur gekommen sind, kann uns aufgehen, was es heißt, dass Gott die Quelle des Lebens ist. Pater Albert Knebel, OSB, Benediktinerabtei Neresheim

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