Ebnater Steige: Kein Planungsstopp

  • Weitere
    schließen
+
An dieser Kreuzung in Unterkochen soll ein Kreisverkehr entstehen, was umstritten ist. Der Gemeinderat hat den Auslegungsbeschluss für einen Bebauungsplan an der Stelle beschlossen. Das ist ein Schritt in Richtung Kreisel, aber noch keine Entscheidung für den Kreisel.
  • schließen

Die Stadtverwaltung hat laut ihrem Chef kein Mandat, die Planungen zum Ausbau zu stoppen.

Aalen-Unterkochen. Oberbürgermeister Thilo Rentschler nimmt Stellung zu mehreren Anträgen des Ortschaftsrats Unterkochen an die Stadtverwaltung. Das Gremium hat in der Sitzung vom 19. April unter anderem den Planungsstopp für den Ausbau der Ebnater Steige gefordert. Auslöser der Diskussion war der geplante Kreisverkehr am Fuß der Steige.

Planungsstopp: Zum geforderten Planungsstopp für den Ausbau der Ebnater Steige schreibt der OB: „Die Stadtverwaltung muss und wird sich an die gefassten Beschlüsse der städtischen Gremien halten.“ Demnach habe die Verwaltung kein Mandat, sich für einen Planungsstopp der Ausbaupläne der L1084 einzusetzen.

Eine einst geplante Albaufstiegstrasse zwischen Ober- und Unterkochen habe nicht weiterverfolgt werden können. Problematisch seien dabei die Eingriffe ins FFH-Schutzgebiet und in den Wald. Das habe das Regierungspräsidium unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. „Der Gemeinderat hat daher in seiner Sitzung am 18. Dezember 2008 beschlossen, dass die L1084 als Albaufstiegstrasse bestehen bleibt und bedarfsgerecht verbessert wird“, schreibt der OB. Im November 2011 haben ihm zufolge der Ortschaftsrat Unterkochen und der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Umstufung der L1084 zur B29a und gleichzeitig den Beschluss zum Ausbau der L1084 gefasst.

Die B29a sei nun im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 enthalten. Mit dem Bau des ersten Teilabschnitts, nämlich der Nordumfahrung Ebnat, wurde bereits begonnen. Für den OB steht damit fest, dass die B29a mit deren Weiterbau an eine andere Bundesstraße, nämlich die B19 oder die B29, geführt werden muss. Als realisierbare Lösung dafür sei bislang nur die Tallage Unterkochen aufgezeigt worden.

Pulverturmtrasse: Eine Machbarkeitsuntersuchung zur Pulverturmtrasse ist laut Rentschler Sache des Mobilitätspakts zwischen den Kreisen Ostalb und Heidenheim und der entsprechenden Arbeitsgruppe. Die Trasse würde von Oberkochen hinauf auf die Alb führen.

Lärmschutz: Die Verwaltung will in Unterkochen Maßnahmen prüfen und mit den zuständigen Landesbehörden abstimmen.

Katharina Scholz

Zurück zur Übersicht: Aalen

WEITERE ARTIKEL