Ein Benefizkonzert verbreitet Hoffnung

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Sinfonia Keltica erwärmen an Allerheiligen in der Aussegnungshalle am Waldfriedhof die Herzen der Anwesenden Foto: glo
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Sinfonia Keltica und Pastoralreferentin Karin Fritscher gehen ans Werk.

Aalen. An Allerheiligen, konnte das traditionelle Benefizkonzert des Ökumenischen Hospizdienstes Aalen wieder in der Aussegnungshalle am Waldfriedhof laufen. Vor zwei Jahren fiel es aus, im vergangenen Jahr wurde in der Friedenskirche in Unterkochen musiziert. Nun freute sich Xaver Stark, Vorsitzender des Ökumenischen Hospizdienstes Aalen, über eine volle Halle. Susanne Engel und ihre „Sinfonia Keltica“ sowie Pastoralreferentin Karin Fritscher gestalteten das Programm.

Mit einem irischen Königsmarsch aus dem 11. Jahrhundert und dem „Lied vom Vogelsberg“, in einer Bearbeitung von Susanne Engel, eröffneten die Harfenspielerinnen das Konzert. Das Ensemble begeistert dabei mit seinen Instrumenten, die mit ihrem Klang, und fast schon himmlischen Tönen so recht geschaffen zu sein scheinen für so einen Tag. Von irisch-bretonisch bis klassisch und modern reicht das Repertoire der Gruppe. Bereichert wird die Musik durch Kontrabass, Schlagwerk und diverse Blasinstrumente. 

Das Korn, das in die Erde fällt, ist ein Sinnbild für das Leben, aber auch für den Tod. Es muss sterben, um zu neuem Leben aufzuerstehen, reife Frucht zu bringen, um sich zu vervielfältigen. Bearbeitet von Susanne Engel erklingt hierzu eine Melodie aus dem 15. Jahrhundert und unterstreicht die melancholische Ergriffenheit der Thematik.

Karin Fischer liest indes aus dem Buch von Arno Geiger „Der alte König in seinem Exil“, in dem der Autor von den gemeinsamen letzten Jahren als Begleiter seines an Alzheimer erkrankten Vaters erzählt.

Ein musikalisches Friedensgebet, gefolgt vom Choral „Verleih uns Frieden“ von Martin Luther werden von Sinfonia Keltica ebenso zu Gehör gebracht wie das „Ave Maria“ von Johann Sebastian Bach. 

Mit „Segen der Trauernden“ von Marie-Luise Wölfing und einer Geschichte, in der eine Sterbende bei den Vorbereitungen ihrer Beerdigung den Pfarrer bittet, ihr eine Gabel im Sarg in die Hand zu stecken als Ausdruck der Hoffnung, das Beste, also das Dessert, kommt erst noch, endet das Benefizkonzert. Zurück bleibt die Gewissheit, dass das Leben endet. Doch das Ziel der Reise sollte geprägt sein vom Glauben an Gott und der Zuversicht, dass es danach weitergeht. ⋌Uwe Glowienke

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