Guten Morgen:

Ein Festbier auf Reisen

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Martin Simon

Martin Simon verkostet ein reichlich verspätetes, schwäbisches Weihnachtspaket

Aalen - Tromsö: 3154 Kilometer . In Norwegens Norden zog es Sohnemann für ein Semester. Elche, Polarlichter, Fjorde - „top, aber sonst alles sauteuer“. Da kommt ein Weihnachts-Fresspaket gerade recht. Doch leider kommt’s nicht, trotz 20 Euro Porto und akribischer Zollerklärung. Wochen später landet die schwäbische Schmankerlkiste wieder in Aalen, wo Sohn sie nun doch noch in Empfang nehmen darf. Krautschupfnudeln, Salami und anderes haben es hinter sich, Plätzchen und der Rest Survival-Futter müssten noch genießbar sein. Hopfengelbes aus Wasseralfingen hat den Trip unbeschadet überstanden. Zumindest äußerlich. Festbier eben, unverwüstlich. Was uns zu Alkohol bringt. Kennen Sie Aquavit? Da gibt es die Firma Linie aus Norwegen, die damit warb, ihr Hochprozentiges werde einmal über den Äquator geschippert. Hinten auf der Flasche klebte dann das Datum der Äquatortaufe. Da sei nämlich 1805 mal was schiefgegangen und eine Ladung Schnaps von Australien wieder zurückgekommen. Bei der Verkostung in Trondheim habe man gemerkt, das Zeug schmecke nun noch besser. Milder, weil Tausende Kilometer im Schiffsbauch geschüttelt – nicht gerührt. Nach der Verkostung der heimgekehrten Flasche ist nun klar: Festbier durch Europa zu karren, bringt geschmackstechnisch nix – schadet aber auch nicht. Prost!

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