Zum Tode von Rosemarie Löwisch

Ein Leben im Zeichen der Nächstenliebe

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Rosemarie Löwisch hat sich zeitlebens ehrenamtlich engagiert.
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Rosemarie Löwisch hat sich Jahrzehnte lang für Familie und Kirche eingesetzt. Jetzt ist Rosemarie Löwisch im Alter von 86 Jahren überraschend gestorben.

Aalen. Sie hat ein engagiertes Leben für andere geführt. Hat sich Jahrzehnte lang für Familie und Kirche eingesetzt. Jetzt ist Rosemarie Löwisch im Alter von 86 Jahren überraschend gestorben.

Als Laienvorsitzende ist sie zwölf Jahre lang eingetreten für die Aalener Kirchengemeinde, wo es nur immer ging. Stets an der Seite der Dekane  Erich Haller, Albrecht Daiss und des jetzigen, Ralf Drescher. Sie zeigte sich offen für manches, das andere nicht zu denken wagten. So war es ihr wichtig, die evangelische Kirche in Aalen auf eine Zukunft mit weniger Gemeindegliedern vorzubereiten. Etwa als Mitglied im sogenannten  Lenkungsausschuss, der sich mit den Immobilien und dem Gemeindekonzept befasst hat. „Das ist die Zukunft, mit der müssen wir uns befassen und heute die Weichen stellen“, sagte sie vor fast genau zehn Jahren.

Unermüdlich im Einsatz

Doch nicht nur als Laienvorsitzende des Kirchengemeinderats war Rosemarie Löwisch stets unermüdlich im Einsatz. Bei der Familienbildungsstätte (FBS)  war sie Gründungsmitglied. Sie hat in früheren Jahren Säuglingspflegekurse der FBS geleitet. Sie war im Vorstand des Kranken- und Diakoniefördervereins. Im Hüttfeld, wo sie lebte, war sie als Gemeindeglied  immer um die Arbeit rund um die Markuskirche besorgt und für diese engagiert. Sie hat dort die Kinderkirche geleitet und viele Jahre das Krippenspiel eingeübt. Mehr als zwei Jahrzehnte hat sie zudem der Ökumene und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) gewidmet. Und selbst nach ihrer aktiven Zeit hat sie am Gemeindeleben teilgenommen und sich für alle Bereiche interessiert.

Berlinerin im Schwabenland

Der Glaube war ihr dabei schon in die Wiege – die stand in Berlin – gelegt. Beide Großeltern waren Theologieprofessoren. Sie selbst wollte zunächst Diakonisse werden, doch dann entschied sie sich für die  Ausbildung zur Wochen- und Säuglingsschwester, lernte ihren Mann Eberhard in München kennen und heiratete. Als ihr Mann 1963 Dozent an der Fachhochschule wurde, zogen sie nach Aalen. Anstatt sich dort "nur" der Familie mit drei Töchtern und einem Sohn - heute zählen dazu auch zahlreiche Enkel und Urenkel - zu widmen, begann ihr Engagement bei der FBS.  Hinzu kam ab den 1970er Jahren ein Handicap. Ihr Mann erkrankte an Multiplesklerose. Fortan sah man sie stets an seiner Seite. Sie bestritt gemeinsam mit ihm Vorlesungen und das Leben mit viel schöner gemeinsamer Zeit. Die Krankheit und ihre Folgen hätten halt zum Familienalltag gehört, sagt sie 2012 - zwei Jahren nach Eberhards Tod. Der Lohn dafür war das Bundesverdienstkreuz. Das erhielt die weit über das Normalmaß hinaus engagierte Ehefrau 1981 als erste Frau in Aalen.

Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung findet am Dienstag, 20. Dezember, um 9 Uhr auf dem Waldfriedhof in Aalen statt.

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