Guten Morgen: Gerhard Königer über den schlimmsten Alptraum eines Zeitungsreporters.

Ein Puzzle aus Buchstaben

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Jeder Beruf hat bekanntlich seine Tücken und als Zeitungsjournalist muss man sich von Beginn an darüber im Klaren sein, dass man es bei der Arbeit vorwiegend mit Buchstaben zu tun haben wird. Wer hinterher feststellt, dass er Schwierigkeiten hat, A und V oder M und N auseinanderzuhalten, der tut sich in dieser Branche richtig schwer.
Wie schwer genau, das wurde mir jetzt in einem heftigen Alptraum ganz plastisch vor Augen geführt:

Ich war mit Kollegen beim Pressetermin, wir gehen zurück in die Redaktion, jeder an seinen Schreibtisch, um die Texte zu tippen. Der Andrucktermin sitzt uns im Nacken. Ich komme zu meinem Arbeitsplatz und sehe, dass meine Tastatur zerlegt ist. Alle Tasten, die Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen, Symbole liegen in einem kleinen Häufchen neben dem Bildschirm. In aller Eile und mit wachsender Verzweiflung versuche ich die Tastatur wieder zusammen zu setzen, damit ich meinen Text schreiben kann. Wo war doch gleich das A? Und wo das M? Ich habe keine Ahnung. Was soll das für ein Text werden, wenn ich die Tasten falsch einsetze? Und wie soll ich das überhaupt noch schaffen? Da war es höchste Zeit aufzuwachen.

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