Geistliches Wort in der Corona-Krise

Ein Tag von meinen Tagen

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Jan B. Langfeldt

Ich mache mir Sorgen. Ich bin allein. Es läuft vieles nicht so wie geplant. Ich habe Grund zu klagen. Aber neben allem Belastenden, das ist, was es eben ist, erlebe ich auch Schönes und Angenehmes. Und  darauf möchte ich mich heute sogar zuerst konzentrieren:

Ich mache mir Sorgen. Ich bin allein. Es läuft vieles nicht so wie geplant. Ich habe Grund zu klagen. Aber neben allem Belastenden, das ist, was es eben ist, erlebe ich auch Schönes und Angenehmes.

Und  darauf möchte ich mich heute sogar zuerst konzentrieren: darauf, dass der Kaffee schmeckt und darauf, dass da Hagebutten in der Hecke leuchten und sich Spatzen um Brotkrumen balgen; darauf, dass vom Turm die Glocken läuten; darauf zugleich, dass da einer ist, der mich sieht und der unter unzähligen Erscheinungen, Begeben- und Zufälligkeiten zu mir in Fühlung tritt. Dadurch werden die Sorgen zwar nicht weniger. Aber ich werde sie mit Ihm zusammen durch einen weiteren Tag getragen haben, und dieser Tag wird ein Tag von meinen Tagen gewesen sein, wie nur ich sie so geschenkt bekomme und erleben kann. Und dafür möchte ich dann danken. Jan B. Langfeldt, Pfarrer

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