Ein Weihnachtsessen für Studierende aus aller Welt

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Rose Binder von der Hochschule Aalen hilft, das Weihnachtsmenü zuzubereiten. Sie und Sardar Akim dürfen dazu die Küche im evangelischen Gemeindezentrum in Abtsgmünd benutzen.

Das Akademische Auslandsamt organisiert ein Essen für internationale Studierende aus zwölf Ländern. Eine Herausforderung unter Coronabedingungen.

Aalen/Abtsgmünd

Die Unterstützung der Studierenden während einer weltweiten Pandemie ist an sich schon eine große Herausforderung für jede Hochschule, aber besonders notwendig, wenn es sich um internationale Studierende handelt, die über die Weihnachtsfeiertage weit weg von zu Hause sind. Das Akademische Auslandsamt der Hochschule Aalen hat daher ein virtuelles Weihnachtsessens für 35 Teilnehmer aus zwölf Ländern organisiert. Daran beteiligt waren Studierende, Mitarbeiter und Freiwillige des Familienpatenschaftsprogramms.

Alles auf Abstand

Das Akademische Auslandsamt hatte bereits im Jahr 2019 ein Weihnachtsdinner zur gleichen Zeit geplant und die Veranstaltung sei ein solcher Erfolg gewesen, dass alle Beteiligten dafür plädierten, es zu einer jährlichen Veranstaltung zu machen. So schreibt es das Akademische Auslandsamt in einer Pressemitteilung. Mit den Einschränkungen in der Pandemie schien es fast ein Ding der Unmöglichkeit, diese Veranstaltung im Jahr 2020 zu wiederholen, aber mit vereinten Kräften und guter Planung habe es schließlich funktioniert.

Der Koch kommt aus Pakistan

Sardar Akim, ein Flüchtling aus Pakistan, kochte. Er hilft ehrenamtlich dem Freundeskreis Asyl Abtsgmünd und dem Familienpatenschaftsprogramm der Aalener Hochschule, das den internationalen Studierenden Anschluss an Familien aus der Region ermöglicht. Gemeinsam mit Rosemarie Francis-Binder von der Hochschule kochte er "Chicken Biryani", eine Curry-Reispfanne mit Hähnchen, dazu ein indisches Linsengericht nach pakistanischer Art, Kürbis und Kartoffeln nach jamaikanischer Art und frischen Salat. Die beiden kochten am ersten Weihnachtsfeiertag im evangelischen Gemeindezentrum in Abtsgmünd von 7 bis 12 Uhr.

Zusammen dank Technik

Nikhil, Dayand und Yadnesh Shete, drei der Austauschstudenten, halfen, die Gerichte zu verpacken. Sardar Akim lieferte sie anschließend an die verschiedenen Studentenwohnheime in Aalen. Auf unterschiedlichen Stockwerken der Wohnheime trafen sich die internationalen Studierenden in kleinen Gruppen an je einem Tisch. Trotzdem waren alle zusammen, denn sie unterhielten sich während des Essens über eine Plattform für Videokonferenzen. Ein Student aus Indien kochte für alle Chai-Tee und brachte Thermoskannen an alle Tische.

Auf den Tischen fanden die Studenten außerdem Geschenktüten mit Überraschungen vom Landratsamt, der Firma Kessler & Co, dem Büro Röwaplan und der Eumetron GmbH. Außerdem enthielten die Geschenktüten selbst gebackene Plätzchen von den freiwilligen Helfern des Familienpatenschaftsprogramms Birgit Keller (Abtsgmünd), Silke Watko (Abtsgmünd) and Filomena Morgado (Aalen). Die Kosten für das Essen übernimmt die "International Society of Aalen (ISA), das international Center.

Studierende aus zwölf verschiedenen Ländern kamen auf diese Art zusammen. Gemeinsam mit anzupacken, um Menschen aus aller Welt an einen, wenn auch in diesem Fall virtuellen, Tisch zu bringen: "Das ist Weihnachten", schreibt das Akademische Auslandsamt.

Sardar Akim stammt aus Pakistan. Er kocht für die Studenten.
Die Studierenden essen in kleinen Gruppen und feiern doch alle gemeinsam, die Videokonferenz macht's möglich.

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