Ein Wettrennen mit dem Tod

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Serdar und Derya Atasoy haben Anfang März eine deutschlandweite Spendenaktion für den sterbenskranken Yigit gestartet.
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Nur eine sehr teure Gentherapie kann dem zweijährigen Yigit in Aalens türkischer Partnerprovinz Hatay das Leben retten. Bitte helfen Sie mit!

Aalen/Hatay

Es geht um Leben und Tod. Um einen kleinen Jungen, der gerade erst seinen zweiten Geburtstag gefeiert hat und an einer tödlichen Krankheit leidet: Spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine Erbkrankheit, bei der bestimmte Nervenzellen absterben, was zur Muskelschwäche und schließlich zum Tod führt.

Yigit Akkaya heißt der kleine Bub, der in Iskenderun lebt, in der türkischen Provinz Hatay am östlichen Zipfel des Mittelmeers.

„Man sagt, dass Kinder mit dieser Erkrankung gewöhnlich nicht älter als zwei Jahre werden“, sagt Serdar Atasoy. Der Key-Account-Manager hat vor wenigen Monaten durch Verwandte in Hatay vom Schicksal des kleinen Yigit erfahren. Am Dienstag ist er extra gemeinsam mit seiner Frau Derya von seinem Wohnsitz in Olpe (NRW) nach Aalen gefahren. Im Gepäck: Viel Hoffnung und eine Herzensbitte an die Aalener, die seit 28 Jahren eine Städtepartnerschaft mit Antakya, beziehungsweise mit der Provinz Hatay pflegen.

Denn: Nur eine Gentherapie könnte dem kleinen Bub das Leben retten. Aber mit Kosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro schien diese Rettung anfangs schier unmöglich. Doch davon ließ sich das Ehepaar Atasoy nicht abbringen. Anfang März ergriffen Serdar und Derya eine deutschlandweite Initiative für eine grandiose Spendenaktion, die – intensiv verbreitet im sozialen Netz – die viel Emotionen auslöst und auf große Hilfsbereitschaft stößt. „Wir sind in Deutschland im März mit Spenden in Höhe von 14 000 Euro gestartet und stehen jetzt bei einem Betrag von 1,1 Millionen Euro“, erzählt Serdar Atasoy, der am Dienstag von OB Thilo Rentschler und dem in der türkischen Städtepartnerschaft sehr engagierten Stadtrat Roland Hamm im Rathaus empfangen wurde. Serdar berichtet weiter von einer mittlerweile „großen Spendenfamilie“, etwa 40 Menschen, die tagtäglich im digitalen Netz mit verschiedenen und immer wieder neuen Aktionen auf das Schicksal des kleinen Yigit aufmerksam machen. „Inzwischen haben wir schon 78 Prozent der benötigten Summe zusammen“, sagt Serdar voller Zuversicht. Doch weiterhin sei die Spendenaktion ein Wettlauf mit der Zeit, ein Wettlauf mit dem drohenden Tod des kleinen Yigit. In der rechtlichen Abwicklung und in der Ausstellung von Spendenbescheinigungen wird die Aktion unterstützt von der Initiative „Hilfe für Einzelschicksale international“.

OB Thilo Rentschler und Roland Hamm schließen sich dem Spendenappell an. „Denn die Partnerschaft zwischen Städten und Regionen ist nicht nur etwas für schöne Momente“, macht der OB deutlich. Und Roland Hamm erinnert an frühere erfolgreiche personenbezogene Hilfsaktionen: beispielsweise für Sabit Köse, der in den 1990ern bei einem Starkstromunfall beide Arme verloren hatte. „Mit Spenden der Aalener konnten zwei Prothesen finanziert werden. Damit hatte Sabit wieder eine Lebensperspektive.“

Kinder mit dieser Erkrankung werden kaum älter als zwei Jahre.“

Serdar Atasoy, Initiator der Hilfsaktion

Lassen Sie uns Yigits Leben retten!

Helfen Sie mit einer Spende, die notwendige Gentherapie zu finanzieren:

Überweisung:
IBAN: DE44 5935 0110 0224 5077 72
(Verwendungszweck: Yigit)

Paypal Mouneypool:
https://www.paypal.com/pools/e/8w1uGZTbDz

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