Eine Innenstadt voller Kunst

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Das "Fenster zur Kunst" startet mit einer Tanzperformance und einem anschließenden Rundgang.
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Die Aktion „Fenster zur Kunst“ ist eröffnet. Was die Macher und die Beteiligten damit erreichen wollen und wer alles dabei ist.

 Aalen. Rund 50 Künstlerinnen, Künstler und kreative Gruppen machen gemeinsame Sache mit Aalener Händlerinnen, Händlern und Einrichtungen. Um Kunst und Kultur wieder lebendig zu den Menschen zu bringen. Am Mittwoch wurde das Projekt „Fenster zur Kunst“ auf dem Spritzenhausplatz eröffnet. Wobei es bei der Aktion des ACA und des städtischen Kulturamtes eigentlich um viele Fenster geht.

30 Geschäfte haben Platz in ihren Schaufenstern geschaffen, um dabei zu sein bei der Aktion, die 2020 aus der Taufe gehoben wurde. Damals mit leisem Auftakt. Diesmal geht die Eröffnung einher mit rund 70 Beteiligten und Passanten, mit Musik und Tanz. Drei weiße Quadrate sind auf den Boden vor den Platanen aufgezeichnet. Von dort aus beginnen die Tänzerinnen Elena Wirth, Britta Gutbrod und Marleen Streicher ihre Performance. Verhalten zunächst, dann überschreiten sie die Linien, nehmen sich immer mehr Raum zur Cello-Musik von Slava Kiselev. „Das auf der Stelle treten und das Austesten von Grenzen zusammen mit dem gemeinsamen Streben nach Leichtigkeit“, solle die Performance zeigen, so Natascha Euteneier vom Kulturamt dazu. Sie schaffe Bezüge so Bezüge zum Lockdown.

Grenzen, die es natürlich noch gibt, wie Ob Thilo Rentschler deutlich macht. „Ich würde Sie am liebsten jeden Einzelnen knuddeln“, wendet er sich an die anwesenden Künstlerinnen und Künstler, die in einem großen Kreis mit Abstand um ihn herum stehen. Rentschler betont, wie schön es sei, in einer Stadt zusammenzukommen. Diese schöpfe ihre Lebendigkeit aus dem Handel, der Gastronomie, aber auch aus Kunst und Kultur. Früher sei vor allem der Handel für eine lebendige Innenstadt wichtig gewesen. Nun zähle vor allem auch die Gastronomie und Aktionen wie diese, mit der man die Stadt beleben wolle, ergänzt Josef Funk, Vorsitzender des ACA. „Da kann ich mir nur bedanken bei den Künstlern“ so Funk. Er hoffe, aus der Aktion wachse eine Tradition.

Eine Tradition, zu der auch der Rundgang mit ausgewählten Beispielen gehören könnte, zu dem Natascha Euteneier anschließend einlädt. „Auch die nicht-professionellen Künstler haben einiges zu bieten“, erklärt sie zum breiten Feld der Beteiligten. Vorbei geht es an Mode Funk, wo Paul Groll seinen Bilderzyklus vorstellt. Bei Brillen Weiler zeigt das Atelier „MalSein“ Schäfchen, im Fenster des Bettenhauses Krauss das Aalener Künstlerkollektiv die Installation „Parade“, die Andreas Welzenbach erklärt. Bei der Kreissparkasse ist eine Fotografie von Nimet Emir zu sehen, bei „Louise Fashion“ glänzt eine Skulptur von Wiebke Bader. „Hier gibt es die Chance, dass Menschen Kunst sehen, die sonst vielleicht nicht in eine Ausstellung gehen würden“, erklärt sie, warum sie dabei ist. Und Kunst wolle ja gesehen werden.

Fenster zur Kunst bieten außerdem: Fröhlich fein genießen, Grandessa, Saturn, D. Ifju, Café Schieber, Messer Rödter, Puccini, Weltladen, OVA , Haus am Regenbaum, Aalener Nachrichten, Dr. Fashion, La Boutique, Vom Fass, Fahrschule MVogel, Allianz Bernlöhr, Gieggi Dessous, La Vie, Orthopädie Witzmann, VHS, Stadtbibliothek, Bürgerspital, Modeeck Kempf, Strickbar, Urweltmuseum. Weitere Künstler und Gruppen: Hans Werner Andexer, Petra Bacher, Gerhard Deininger, Ingrid Demmler-Seckler, Peter Dürr, Christina Fink, Roswitha Gaupp, Hermann Gerstung, Friedemann Blum, Uli Natterer, Traudel von Röthardt, Familienzentrum St. Franziskus, Monika Hoffer, Iris Konle, Arzu Bahar Kortmann, Werner Kowarsch, Melanie Kraus, Marita Kraus, Hami Kühnle, Lebenshilfe, Andrea Lingen, Mechaela Löhr, Eva Lützenburg, Simon Maier, Nadine Neumann, Jessica Rühmann, Dieter Rühmann, Ulrich Sauerborn, Michaela Schöll, Christine Schlegelmilch, Julia Schmidt, Uwe Schulz, Waltraud Schwarz, Elfriede Tresp-Hentze, Astrid Triebel, Benedikt Walther, Gerhard Winkler, Karin Witte, Evi Wörle, Ingrid Zillober.

Das "Fenster zur Kunst" startet mit einer Tanzperformance und einem anschließenden Rundgang.
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