Kommentar: Ulrike Wilpert 
Die Befürchtungen sind aus Unterkochener Sicht verständlich.

Eine kluge Strategie

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Ulrike Wilpert
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Die Befürchtungen sind aus Unterkochener Sicht verständlich.

Die Befürchtung, die viele Unterkochener mit dem Bau eines Kreisverkehrs am Fuße der Ebnater Steige verbindet, ist nachvollziehbar. Die Nerven liegen blank – spätestens seit in Ebnat mit dem Bau der Nordumfahrung begonnen wurde. Und wenn jetzt auch noch ein großer verkehrsverflüssigender Kreisel am Fuße der Ebnater Steige kommt, ist die Frage berechtigt: Was passiert dann demnächst mit dem Nadelöhr dazwischen, also mit der Ebnater Steige?

Die Unterkochener mag da auch nicht die Tatsache beruhigen, dass für die Ausbaustufe durch den Wald liegt noch überhaupt keine Planung vorliegt – es nicht einmal eine planerische Vorstellung gibt. Was vorliegt, ist einzig der im Jahr 2015 bekräftigte Beschluss aus dem Jahr 2009, für eine sogenannte Trog-Lösung im unteren Teil der Ebnater Steige (bis etwa auf Höhe des Steinbruchs). Allerdings hat diese Planung in der Vergangenheit viele Fragezeichen aufgeworfen. Die Erschließung des benachbarten Wohngebiets und die neue Ebnater Steige müssten getrennt geführt werden. Daher hat die Stadt die Trog-Lösung zu Recht nicht mehr weiter verfolgt.

Der Antrag des Ortschaftsrats, die künftige Ausbauplanung der Ebnater Steige zu stoppen, ist aus Unterkochener Sicht eine kluge Strategie. Denn sie ermöglicht es den Räten, dem Kreisverkehr am Fuße der Ebnater Steige zustimmen und dennoch gegenüber der Stadt Aalen klar differenzieren zu können: Ja zum Kreisverkehr als reine verkehrstechnisch verbessernde Maßnahme. Aber nein zum Ausbau der Ebnater Steige!

Mehr dazu:

- Kreisel im Feuer der Kritik

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