Einkaufen in der Pandemie: ein heilloses Chaos?

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Ein Einkaufswagen pro Person? So lautet die Vorgabe. Halten sich Kundinnen und Kunden in der Praxis an die Regel? Oder kommen sie auch ohne in den Supermarkt?
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Supermärkte geraten oft in die Kritik, Coronaregeln nicht konsequent genug durchzusetzen. Wie ist die Situation?

Aalen

Menschenmassen, aneinander gequetscht und scheinbar ohne Rücksicht auf Maßnahmen? So oder so ähnlich lesen sich viele Meinungen in sozialen Netzwerken zum Thema Einkaufen im Supermarkt. Doch wie ist die Situation in einem Aalener Supermarkt? Werden Maßnahmen durchgesetzt oder nicht?

Selbstversuch am Donnerstagvormittag. Ein Supermarkt in der Justus-Bausch-Straße ist Ort des Geschehens. Die Regeln dort: Kunden brauchen eine FFP2-Maske oder eine medizinische Maske. Außerdem sollen sie möglichst allein einkaufen und pro Person einen Einkaufswagen nutzen. Die Anzahl der Kunden ist beschränkt und wird mittels laminierter „Eintrittskarten“ erfasst. Diese erhalten Kunden beim Betreten. Beim Verlassen werden sie abgegeben. Ist die maximale Anzahl erreicht, stoppt die Rollsteige des Geschäfts. Zudem wird auf Abstände verwiesen.

Erster Anlauf mit Einkaufswagen und Maske. Der Ordner händigt die Eintrittskarte aus. Im Geschäft entspricht die Situation bedingt den Regeln. Kunden tragen die vorgeschriebenen Masken. Doch nicht jeder nutzt einen Einkaufswagen. Teilweise kaufen Zweiergruppen mit einem Wagen ein. Teilweise sind Kunden komplett ohne unterwegs. Zweiter Anlauf: wieder mit Maske, dafür aber ohne Einkaufswagen. Der Einlass ist kein Problem. Was nicht klappt: betreten ohne die „Eintrittskarte“. Wer das versucht, wird vom Ordner darauf hingewiesen.

Abstände werden bedingt eingehalten. An der Kasse scheint es besser zu klappen als zwischen den Regalen. Dort stehen an manchen Stellen mehrere Kunden dichter zusammen, als es die Abstandsregel vorschreibt. Allerdings nur für kurze Dauer. In den meisten Fällen augenscheinlich, um Produkte aus dem Regal zu nehmen. Menschenmassen sind nicht zu erkennen. Ebenso scheinen sich Kunden an die Maskenpflicht zu halten.

Wie sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie mir unter e.roth@sdz-medien.de.

Die Regeln der Landesregierung für Geschäfte

Die Landesregierung Baden-Württembergs hat zum 19. April neue Maßnahmen für den Handel verordnet.

Lediglich Geschäfte für den täglichen Bedarf bleiben geöffnet. Zum Beispiel Supermärkte, Babyfachmärkte, Tankstellen und Optiker.

Auf den ersten 800 Quadratmetern eines Geschäfts darf sich pro 20 Quadratmetern Verkaufsfläche ein Kunde aufhalten. Darüber hinaus darf sich ein Kunde pro 40 Quadratmetern aufhalten.

Die Maskenpflicht gilt nach wie vor in Geschäften sowie auf den Parkplätzen. Zulässige Mund-Nasen-Bedeckungen sind medizinische Masken und FFP2-Masken.

Click & Collect soll für geschlossene Einzelhändler trotz der bundesweiten Notbremse möglich bleiben. err

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