Entschuldungsfond hat sich bewährt

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Heime für Wohnsitzlose stark gefragt – Freundeskreis zieht Bilanz.

Aalen. „So gut wie nie zuvor sind derzeit unsere beiden Häuser der Caritas-Unterkunft im Hirschbach belegt“, erklärte der Leiter der Wohnungslosenhilfe Wolfgang Lohner in der Hauptversammlung des Freundeskreises für Wohnsitzlose.

Durch die Pandemie habe es zahlreiche Ausfälle gegeben und auch das Angebot für Freizeitaktivitäten musste heruntergefahren werden.

Derzeit stellt sich die Belegungssituation so dar: 17 Plätze für Männer stehen in der Kurzaufnahme zur Verfügung, sechs für Frauen, wobei gerade hier die Nachfrage steige. Zehn Plätze stehen im Aufnahmehaus und 14 Plätze für Langzeitbewohner bereit. Dazu kommt noch das Maja-Fischer-Haus, wo derzeit fünf Männer wohnen.

Das Betreuungsteam besteht aus sechs Sozialarbeitern, zwei FSJlern, zwei Verwaltungskräften und dem Hausmeister. Dazu kommen noch sechs bis acht Arbeitshilfen sowie ehrenamtlich Tätige, so für die Suppenküche und sechs bis acht Freiwillige für den Spätdienst.

Der Vorsitzende Pfarrer Bernhard Richter sagte in seinem Rechenschaftsbericht für das von Corona geprägte „Einschränkungsjahr 202“, dass vieles hätte ausfallen müssen, doch der Freundeskreis sei der wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe treu geblieben, nämlich Hilfestellung in der Betreuung von Wohnsitzlosen zu geben.

Bärbel King berichtete, dass es beim Entschuldungsfonds 3900 Rückzahlungen gab. Die Ausfälle hielten sich in Grenzen. 5000 neue Darlehen seien gewährt worden.

Theo Hageney berichtete noch kurz über seine ehrenamtliche Tätigkeit im Spätdienst. Er sei überrascht worden, wie respektvoll der Umgang der unterschiedlichen Menschen in beiden Häusern sei.

Als Vertreter der Stadt würdigte Bürgermeister Karlheinz Ehrmann die wertvolle Arbeit des Freundeskreises, hob insbesondere die Bedeutung des Entschuldungsfonds hervor.

⋌Erwin Hafner

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