Geistliches Wort in der Corona-Krise

Erinnerung als Mahnung

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Erinnerung kann etwas sehr Schönes sein. Wie gerne erinnern wir uns an Feste, an Reisen, an Begegnungen, an vieles, was uns gutgetan hat. Manchmal kann Erinnerung aber auch grausig sein.

Erinnerung kann etwas sehr Schönes sein. Wie gerne erinnern wir uns an Feste, an Reisen, an Begegnungen, an vieles, was uns gutgetan hat. Manchmal kann Erinnerung aber auch grausig sein. Heute vor 76 Jahren hat die Rote Armee das Konzentrationslager in Auschwitz befreit. 1996 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog diesen Tag zum Holocaust-Gedenktag ernannt. Es sollte ein Tag nicht nur der Erinnerung, sondern auch der Mahnung sein, dass so etwas nie mehr passieren darf. Millionenfacher Mord an Menschen. Unfasslich, aber geschehen.

Man mag sich nicht gerne erinnern, aber man muss. Auch wenn man als Kind der Nachkriegsgeneration diese Zeit gar nicht miterlebt hat. Die Erinnerung an dieses Unrecht wach zu halten und die Verbrechen der Nationalsozialisten aufzuarbeiten, ist eine Verpflichtung. Erinnern wir uns daher nicht nur an die schönen Dinge des Lebens, sondern gerade auch an die grausigen. Sie gehören zum Leben dazu. Wirken wir, wo immer wir können, mit, dass so etwas nie wieder passiert.

Bernhard Richter, Pfarramt Stadtkirche Mitte II, Aalen

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