Erneut am Start: ein bewährtes Hilfsteam für Nepal

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Lkw bringen die Container mit Maschinen und der Fachwerkkonstruktion für die Holz-Lehrwerkstatt. Foto: privat
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„Zukunft für Nepal Ostwürttemberg“: Verein bestätigt Vorstand. Aktuelles Hilfsprojekt: Bau einer weiteren Lehrwerkstatt.

Aalen. In der Mitgliederversammlung des Aalener Vereins „Zukunft für Nepal Ostwürttemberg“ ist Petra Pachner zum vierten Mal zur Vorsitzenden gewählt worden. Das Team des bisherigen Vorstandes mit Dr. Sandra Röddiger als zweite Vorsitzende, Elke Pietzsch als Kassiererin, Bärbel Beisswanger als Schriftführerin sowie Pawan Dhakal und Herwig Jantschik im erweiterten Vorstand wurde für die nächsten zwei Jahre einstimmig bestätigt. Neuer Kassenprüfer ist Emil von Elling, die Wahlleitung hatte Frank Lattermann.

„Seit vielen Jahren realisieren wir als bewährtes Vorstandsteam erfolgreich große Hilfsprojekte für die notleidenden Menschen in Nepal. Ich freue mich sehr, dass sich alle Mitglieder unseres leistungsstarken Vorstandes wieder zur Wahl gestellt haben“, sagte Petra  Pachner. Die vergangenen zwei Jahre seien für die Umsetzung der Projekte wegen der Coronapandemie besonders schwierig gewesen.

Der aktuelle Stand: Pachner berichtete, dass der Bau einer Ausbildungswerkstatt für Metallberufe sowie einer Lehrwerkstatt für holzverarbeitende Berufe in Duni Besi abgeschlossen sei. In beiden Werkstätten seien bis jetzt vier Lehrgänge für Schweißer und Elektriker erfolgreich durchgeführt worden. In diesem Jahr eingeweiht wurde die allgemeinbildende und berufliche Schule für 180 Schüler und 40 Berufsschüler. Im Waisenhaus werden 19 traumatisierte Kinder und Jugendliche versorgt.

Was jetzt ansteht: Errichtet werden soll eine zweite, erdbebensichere Holz-Lehrwerkstatt. Ende vergangenen Monats kamen endlich die dafür gespendeten Baumaterialien und Maschinen in Duni Besi an: insgesamt vier große Container mit Holzbearbeitungsmaschinen und der in Einzelteile zerlegten Fachwerkkonstruktion der Halle.

In der neuen Werkstatt sollen Jugendliche lernen, Möbel – unter anderem für die Schule – herzustellen. Das große Ziel ist, sie im Bau erdbebensicherer Häuser in ihrem Heimatland auszubilden. Petra Pachner: „Dies ist eine dringend notwendige Hilfsmaßnahme für die Bevölkerung in den umliegenden Bergdörfern. Denn nach dem gewaltigen Erdbeben im Jahr 2015 leben die Menschen dort überwiegend noch immer in instabilen Wellblechhütten.“

Ende Oktober werden eine Delegation aus Aalen sowie Mitarbeiter des Fachwerkhausunternehmens von Elling aus Niedersachsen vor Ort in Duni Besi sein, um Halle und Maschinen aufzubauen. Die Firma hatte etwa 30 Holzbearbeitungsmaschinen gespendet.

Spenden erbeten: Um die zweite Holzlehrwerkstatt zu realisieren, bittet der Verein um Spenden. Finanziert werden sollen damit unter anderem die Bodenplatte aus Beton, die Metalldachkonstruktion und Maurerarbeiten innerhalb der Fachwerklücken, die energetische Infrastruktur des Gebäudes sowie die Löhne für die Bauarbeitenden, damit diese auch in Zeiten von Corona ihre Familie ernähren können.

Um Geld zu sammeln, plant der Verein „Zukunft für Nepal Ostwürttemberg“ auch im kommenden Jahr Aktionen und Veranstaltungen, unter anderem in Aalen. Petra Pachner: „Ziel ist es, die Menschen über die Arbeit des Vereins weiterhin zu informieren und sie dafür zu begeistern.“

⋌Bea Wiese

Spendenkonto: Verein „Zukunft für Nepal Ostwürttemberg, IBAN: DE19 614 500 50 1000 900 642 bei der Kreissparkasse Ostalb. Kontakt: Petra Pachner, Gerokstraße 56, 73431 Aalen.

Der neu gewählte Vorstand (von links): Bärbel Beisswanger, Manfred Beisswanger, doe Vorsitzende Petra Pachner, Herwig Jantschik, Elke Pietzsch, Annette Durber.

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