Kommentar:

Es ist an der Zeit

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Jürgen Steck

Redaktionsleiter Jürgen Steck zur Frage, ob es im Aalener Westen einen Ortschaftsrat braucht.

Noch ein Ortschaftsrat für Aalen? Reichen die sieben nicht? Noch mehr Sitzungen. Noch mehr Vorlagen. Noch mehr Diskussionen. Und was das allles kostet! So kann man das sehen.

Dennoch. Was die Bürgerinnen und Bürger im Aalener Westen wollen, ist richtig. Warum sollen sie nicht eine ähnliche Vertretung haben wie die Bürgerinnen und Bürger in Dewangen, Ebnat, Fachsenfeld, Hofen, Unterkochen, Waldhausen und Wasseralfingen? Hofherrnweiler und Unterrombach haben zusammen rund 9000 Einwohner. Und wenn man von oben drauf schaut, dann sieht das Ganze auch nach einem Ort aus.

Noch ein Zweites ist wichtig: Immer wieder wird geklagt, die Politik erreiche die Menschen nicht mehr. In Hofherrnweiler und Unterrombach ist es anders: Die Menschen dort wollen dieses Gremium, das ihnen mehr Mitsprache ermöglicht in Dingen, die den Ort betreffen. Da wollen Leute mitmachen: Lasst sie das tun! Hinzu kommt, dass die, die dann für den Ort sprechen, eine echte Legitimation haben. Denn sie werden ja gewählt. Von den Menschen im Ort.

Es mag Bedenken geben in anderen Ortsteilen, dass die Stücke vom Kuchen, der halt nicht größer wird, für die einzelnen Orte kleiner werden. Dies aber wäre falsch. Denn der Ortschaftsrat entscheidet ja nicht. Er berät. Er schlägt vor. Er wird gehört: wie gesagt, in Dingen, die den Ort betreffen. Aufgabe des Gesamtgemeinderates ist es dann, Entscheidungen zu treffen mit Blick auf das Mögliche und mit Blick auf das Gesamtwohl. Eigentlich ist es schon lange an der Zeit, dass der Aalener Westen eine ähnlich gute Vertretung hat, wie die anderen Orte von Aalen.

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