Es rumorte beim Kreisfrauenrat

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Catherine Rommel
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Wie eine Stellungnahme zur Kandidatur von Catherine Rommel über Nacht zum Politikum wurde.

Aalen. „Der Kreisfrauenrat steht geschlossen hinter seinem Ziel der Überparteilichkeit.“ Dass der Kreisfrauenrat Ostalb einer öffentlich längst bekannten Tatsache am Mittwoch eine eigene Pressemitteilung widmete, kommt nicht von ungefähr.

Am Sonntag hatte die Vorsitzende Margot Wagner eine Pressemitteilung zur Kandidatur von Catherine Rommel (CDU) als Aalener OB herausgegeben. Ein Radiosender hatte das sinngemäß so dargestellt, als begrüße der Kreisfrauenrat ausdrücklich die Person Catherine Rommel.

Daraufhin rumorte es hinter den Kulissen: Wie der Kreisfrauenrat, der per Satzung überparteilich sei, sich für diese Kandidatur aussprechen könne? Zumal man noch keine Gelegenheit gehabt habe, Catherine Rommel kennenzulernen. Nach SchwäPo-Informationen wurde der Unmut befeuert durch die Tatsache, dass die Kreisfrauenrats-Vorsitzende Margot Wagner bekanntlich selbst CDU-Mitglied ist. Eine solche Stellungnahme von ihr als Vorsitzende, das habe ein „Gschmäckle“, hieß es.

So gab es am Mittwochabend eine eilig einberufene Kreisfrauenrats-Vorstandssitzung. „Ein gutes, konstruktives Gespräch“ sei es gewesen, so Margot Wagner am Tag danach auf Anfrage. Sie sei darin persönlich nicht angegriffen worden. Und habe auch nicht falsch gehandelt: „Von 'Unterstützung für Frau Rommel stand nichts drin in der Pressemitteilung am Sonntag.“ Dass der Kreisfrauenrat die Bewerbung einer Frau für ein kommunales Spitzenamt begrüße, „damit hat niemand ein Problem“.

Wagner kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Die seien von Nicht-Mitgliedern gekommen: „Da hat man nicht richtig gelesen, aber dann gleich geschossen.“ An den Radiosender hat sich der Kreisfrauenrat jetzt gewandt mit der Bitte um eine Richtigstellung.Bea Wiese

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