Neues vom Spion

Experten für Hygiene

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Am Dienstag hat der Spion nicht schlecht gestaunt. Trotz des ungastlichen Wetters haben sich doch tatsächlich so an die hundert Leute unter seinem Türmle versammelt.

Am Dienstag hat der Spion nicht schlecht gestaunt. Trotz des ungastlichen Wetters haben sich doch tatsächlich so an die hundert Leute unter seinem Türmle versammelt. Gewerkschaft und Kirche hatten zum Antikriegstag geladen. Der sei immer am 1. September, hat der Spion gehört. Die Teilnehmer an der Kundgebung haben auch vorbildlich die Abstandsregeln rund um den Marktbrunnen eingehalten. Das sah fast so aus, als ob auch die Gäste von Eiscafé und Podium dazugehören. Wobei einige beim Eisschlotzen oder Teetrinken tatsächlich andächtig gelauscht haben – nicht nur dem Josef Mischko von der Gewerkschaft, sondern auch dem Pfarrer Richter. Weil der Pfarrer so eine umfassende, mitreißende Begrüßungsrede gehalten hat, braucht er auch nicht enttäuscht zu sein, dass anschließend in seine Kirch' nur drei Handvoll Leute mitgegangen sind. Er hatte ja eigentlich schon fast alles gesagt, meint der Spion.

"Unter Hygieneauflagen", so hieß es in der Presseeinladung, sollte die neue Corona-Abstrichstelle in Aalen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Kein Problem, seit Monaten sind wir alle ja Hygieneexperten: Hände desinfizieren, Maske aufsetzen, Abstand halten. Kennen uns aus mit Aerosolen, Viren und R-Werten. Vorbildlich, auch Landrat Klaus Pavel und Oberbürgermeister Thilo Rentschler beim Pressetermin. Das einzige, was den Spion ins Grübeln brachte, war, dass sie beim Sprechen die Masken absetzten und im Anschluss – also beim Zuhören – wieder brav aufsetzten.

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