Baugebiet Steine: Erschließung spätestens 2024

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Was im Teilort Fachsenfeld geplant ist und wie es um die Finanzen steht.

Aalen-Fachsenfeld.  Mit den Investitionsvorhaben in Fachsenfeld befasste sich der Ortschaftsrat in seiner aktuellen Sitzung. Einen Eindruck vom Ablauf einer Mammutsitzung verschafften sich die beiden neu gewählten Jugendräte des Teilorts.

Haushalt 2023: Stadtkämmerer Wolfgang Barth erläuterte die Zahlen der städtischen Haushaltsplanungen bis 2026. OB Frederick Brütting betonte, dass man auf Steuererhöhungen – vor allem angesichts der Preissteigerungen und der Inflation – verzichten wolle. Die voraussichtlichen Gewerbesteuereinnahmen der Stadt würden recht gut werden. Man werde trotz allem in Betreuung und Bildung, Klimaschutz, in bezahlbaren Wohnraum und festgeschriebene Projekte investieren. Auch die Ortschaftsbudgets werden um einen Inflationsausgleich – für Fachsenfeld um 1000 Euro - erhöht.

In Fachsenfeld werden demnächst die Naturkita und die Kita Schloss Tiger eröffnet. Die Außenanlagen der Schule werden vorangetrieben, auch der Eingang zum Jugendraum dort. Für das Baugebiet Steine soll spätestens 2024 mit der Erschließung begonnen werden, sagte der OB. Im Teilort werde auch die Erschließung der „Weißen Flecken“ in der Breitbandversorgung in Gewerbe- und den Wohngebieten mit rund einer Million Euro weiter geführt. Ebenso die weitere Digitalisierung der Schule. 

Das „Otta-Häusle“ habe die Stadtverwaltung mit Architekt  Harald Stock in Augenschein genommen. Vor der Dachsanierung müsse zunächst das Fundament untersucht werden. Die Stadt plane, dort in ersten Maßnahmen rund 100 000 Euro zu investieren. Das Ortschaftsbudget müsse dafür nicht angegriffen werden. Die Fraktionssprecher Susanne Bernhard (FW), Patrick Köble (SPD) und Christian Pfleiderer (CDU) zeigten sich zufrieden mit den Haushaltsplanungen für den Teilort, mahnten aber alle die baldige Sanierung der Laubachstraße an, zumal sie auch von Rettungsfahrzeugen aus Abtsgmünd genützt werde. Der Ob meinte, zuerst müssten die Stadtwerke dort Stromleitungen in den Boden verlegen und eventuell Leitungen saniert werden. Da wolle er anregen.

Ortschaftsbudget: Vom Budget 2022 sind noch 172 Euro übrig. Sie werden wieder auf die beiden Kitas verteilt. Zwei geplante Maßnahmen müssen gestrichen werden, weil die Kosten für das Sühnekreuz, die beiden Spieltische und die Willkommenstafeln aufgrund der Preissteigerungen deutlich gestiegen sind. Darunter fällt auch das geplante Kunstobjekt am Gemeindehaus. Dies sehen Patrick Köble und andere Ratsmitglieder auch als unnötig an.

Flächennutzungsplan: Bau-Bürgermeister Wolfgang Steidle erläuterte, dass für Fachsenfeld derzeit drei mögliche beziehungsweise geplante Baugebiete möglich sind. Am weitesten sind Grunderwerb und Planungen für das Gebiet Steine, da gebe es eine Vorplanung, die demnächst vorgestellt werde. „Bereits 2024 kann es hier losgehen“, sagte Steidle. Im Hohfeld Süd werde Wohnbebauung angestrebt, hier müsse aber auch der Grunderwerb noch erfolgen. Das dauere noch. Ebenso sieht es im Gebiet Steinfurtäcker aus, auch hier gehöre der Stadt nur ein kleiner Teil. Sabine Rieger, Leiterin des Stadtplanungsamtes, ergänzte, dass man nach neuesten Richtlinien mit Bewohnerdichte von 60 Einwohnern je ha Fläche anstreben müsse. Alle drei Gebiete seien hochwertig, zudem seien Vorschriften zur Landschaftspflege und Grünflächen zu beachten. Auf Nachfrage sagte Steidle, geförderter Wohnungsbau sei möglich, wenn Mehrfamilienhäuser von Investoren  dort geplant würden. Auf weitere Nachfrage sagten beide, dass im Gebiet Vorderhölzle eine Erweiterung des Gewerbegebiets möglich wäre, vor allem mit kleinen und mittleren Handwerksbetrieben. Das wünschte sich der auch Ortschaftsrat. Reinhard Kluge vom Grünflächenamt erläuterte im Zuge des FNP die Fortschreibung des  Landschaftsplans bis 2030. Er betrifft Maßnahmen unter anderem zu Natur-, Arten-, Klimaschutz und Hochwasserschutz.   Der OR stimmte der Fortschreibung beider Pläne zu.

Friedhofsordnung: Auch auf den Fachsenfelder wird es künftig Urnenrasengräber geben. Der Änderung der Friedhofsordnung stimmte das Gremium zu.

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