Das Aus für den Bären in Fachsenfeld

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Verlassen den "Bären" in Fachsenfeld (v.l.): Leon Lucke, Juliane Bartelme und Arved Bartelme, Florian Schäfauer und Mara Bartelme, Philipp Grimme.
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Bärenwirt Florian Schäfauer legt in Fachsenfeld Ende März den Kochlöffel zur Seite. Die Gastronomie gibt der 33 Jahre alte Küchenchef trotzdem nicht auf. Das hat er geplant.

Aalen-Fachsenfeld

Rumpsteak, Kalbsbraten, Spätzle und mehr wandern in diesen Tagen das letzte Mal über die Theke des "Bären" in Fachsenfeld: Ende März schließt das schwäbische Restaurant in der Wasseralfinger Straße. Das gibt Wirt Florian Schäfauer (33) auf SchwäPo-Nachfrage bekannt. Seit 2017 betreibt er gemeinsam mit seiner Partnerin Juliane Bartelme das Restaurant. "Dass wir schließen, war eine familiäre Entscheidung", sagt der 33 Jahre alte Küchenmeister – und habe nichts mit der Coronakrise zu tun. Im Juli erwartet die junge Familie Nachwuchs, das dritte Kind. "Ich habe beschlossen, dass ich mehr Zeit mit den Kindern will." Er könne nicht bis spät abends in der Wirtschaft stehen und am kommenden Morgen ausgeschlafen seine Kinder in die Schule oder den Kindergarten bringen.

Aufgeben wird der Gastronom seine Profession nicht. Hausgemachte schwäbische Speisen im Glas seien weiterhin auf den Märkten in der Region erhältlich. Und: "Wir haben die Küche im ‘Freudenschmaus' im Wi.Z gemietet." Dort entstehen künftig Speisen fürs Cateringangebot. Denn er beliefere verstärkt Kitas oder Firmen mit einer warmen Mahlzeit. Auch das Ernährungskonzept für Kitas wolle der Gastronom nun erweitern. Viel Gemüse, Nüsse und frische Zutaten sind dem Koch wichtig. "Wir schauen, dass wir die Kinder gesund ernähren", betont er.

"Wir verlassen den ‘Bären' mit einem weinenden Auge", sagt der Familienvater. Er habe gehofft, dass das Lokal vor dem Abschied aus Fachsenfeld noch mal öffnen kann – doch die Coronaverordnungen hätten diese Hoffnung zerstört. "Die Jahre hier waren toll, auch die Zusammenarbeit mit der Wasseralfinger Löwenbrauerei."

Die Gastronomie war und ist mein Lebensinhalt.

Florian Schäfauer Inhaber "Bären"

Die beiden Kochazubis werden übrigens in den Cateringservice eingebunden. "Ich kann mit Stolz sagen, dass wir die Belegschaft mitnehmen können. Das war mein großes Ziel."

Seit seinem 16. Lebensjahr schwingt Florian Schäfauer den Kochlöffel. "Die Gastronomie war und ist mein Lebensinhalt", sagt er. Florian Schäfauer freut sich nun gemeinsam mit seiner Partnerin auf das, was kommt. "Es gibt so viele Möglichkeiten etwas zu machen", sagt der Küchenchef.

Nachfolger und Gutscheine

Wie geht's mit dem "Bären" weiter? "In der jetzigen Situation ist es schwer, einen Nachfolger zu finden", sagt Timo Löffler, Geschäftsführer der Wasseralfinger Löwenbrauerei. Diese verpachtet das Gebäude. Der "Bären" solle auch weiterhin ein wichtiger Ort in Fachsenfeld sein. "Wir wissen, was der ‘Bären' den Fachsenfeldern bedeutet, daher wollen wir den Bürgern bald einen ordentlichen Wirt präsentieren." Das Augenmerk lege er dabei auf gut bürgerliche Küche.

Gutscheine: Wer noch Gutscheine vom "Bären" hat, kann diese bis Ende März für Essen zum Mitnehmen einlösen. "Danach gelten die Gutscheine auch für unsere Produkte im Glas oder auch fürs Cateringangebot", sagt Bärenwirt Florian Schäfauer. maro

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