Fachsenfelder und ihr Votum beim Wohnen

+
Aalen will mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Jetzt haben sich die Fachsenfelder Ortschaftsräte mit dem Thema "Handlungsprogramm Wohnen" befasst.
  • schließen

Die Fachsenfelder Ortschaftsräte befassen sich mit dem Programm, damit in Aalen bezahlbarer Wohnraum entsteht. Was die Räte dazu sagen.

Aalen-Fachsenfeld. „Aalen will neuen und bezahlbaren Wohnraum schaffen“, führte Sabine Kollmann die Ortschaftsräte ins Thema Handlungsprogramm Wohnen ein. Die Ortsvorsteherin fasste zusammen wie: durch Neubau, durch Sanierung und durch Wohnraumakquise. Gerade das letzte Mittel habe in jüngster Vergangenheit gezeigt, als für Ukraineflüchtlinge Wohnraum gesucht worden sei, dass es hier Potenzial gebe, das es zu heben gelte. „830 Wohnungen stehen in Aalen leer“, nannte Kollmann Zahlen.Berthold Starz stellte dann die Details des Programms vor und erläuterte die vier Säulen des Aalener Modells, das seit 2016 existiert und für bezahlbaren Wohnraum in der Kocherstadt steht. Der Leiter der Zentralen Bauverwaltung sprach von der Förderung und des Baus und der Sanierung von Sozialmietwohnungen und von einem neuen Mittel: der Akquise – also der aktiven Beschaffung von Wohnraum – durch die Wohnungsbau Aalen.

Starz stellte die geplanten Änderungen vor, die ab 1. November gelten sollen.

Ortsvorsteherin Sabine Kollmann ging zunächst auf die „überraschendhohen Einkommensgrenzen für den Wohnberechtigungsschein“ ein. Die Grenze liege bei einer Person bei 52 200 Euro; eine vierköpfige Familie dürfe sogar bis zu 70 700 Euro verdienen, um noch Anspruch auf einen solchen Berechtigungsschein zu haben. Sozialdezernent Karl-Heinz Ehrmann fügte an, dass Baden-Württemberg bei den Einkommensgrenzen im Vergleich zu allen anderen Bundesländern „Spitze sei“.

Bernd Märkle begrüßte die Wohnraumakquise. „Die Hälfte der Eigentümer scheuen sich zu vermieten“, sagte der FWV-Ortschaftsrat. Mit der Initiative werde sicher vieles möglich.“Es ist eine tolle Sache, dass wir versuchen, leerstehenden Wohnraum zu nutzen.“ Die Erhöhung der Quote für Sozialwohnungen bei Neubauten der Wohnungsbau Aalen auf 35 Prozent und bei privaten Investoren auf 30 Prozent hält Märkle für notwendig.

Hans Kümmel bezeichnete die Quote als „ausgewogenen Kompromiss“. Der SPD-Ortschaftsrat regte an, sämtliche Maßnahmen in einem Flyer zu bündeln.

Am Ende empfahlen die Ortschaftsräte dem Gemeinderat die Maßnahmen des Handlungsprogramms einstimmig.

Zurück zur Übersicht: Fachsenfeld

Kommentare