Frederick Brütting: Kinderbetreuung zentrales Anliegen

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Mehr Kitaplätze soll es in Fachsenfeld geben.
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Wie mehr Kitaplätze in Fachsenfeld geschaffen werden sollen. Weiteres Thema: der Haushalt.

Aalen-Fachsenfeld. In der jüngsten Ortschaftsratssitzung war die Kinderbetreuung im Ort großes Thema. Dabei entschuldigte sich Oberbürgermeister Frederick Brütting ausdrücklich für die Versäumnisse der Verwaltung in den vergangenen Jahren in diesem Punkt.

Brütting sagte, die Kinderbetreuung sei ein zentrales Anliegen der Verwaltung in den kommenden Jahren. So sollen zunächst 30 neue Erzieherinnen und Erzieher eingestellt werden, es sei in den vergangenen Jahren zu wenig passiert. In Fachsenfeld sei die Lücke an Betreuungsplätzen groß, das bedauere er. Versprechungen seien nicht eingehalten worden. Deshalb habe die Verwaltung Vorschläge für Interimslösungen erarbeitet.

Der städtische Mitarbeiter Martin Schneider erläuterte dem Gremium insgesamt acht Möglichkeiten, die teils auch aus dem Ortschaftsrat vorgeschlagen worden waren. Unter anderem ist es möglich, eine altersgemischte „Fachsenfelder Gruppe“ mit zwölf Plätzen in der Kita Scheurenfeld in Dewangen zu installieren. Das wäre sofort ohne großen Aufwand zu realisieren. Möglich wäre auch ein Naturkindergarten auf dem Gelände der Gartenfreunde – unter der Voraussetzung, dass das Spielgelände nur für die Kinder nutzbar wäre, ebenso die sanitären Anlagen und zeitweise auch das Vereinsheim. Eine weitere Gruppe könnte im katholischen Kindergarten untergebracht werden. Hier müssten vier neue Toiletten eingerichtet werden. Eine weitere Möglichkeit für einen Naturkindergarten sieht die Verwaltung im Garten des Schlosses, allerdings gebe es hier sicher Konfliktpunkte mit Veranstaltungen – was auch der Ortschaftsrat letztlich so sah.

Der Rat war der Meinung, dass man für die Zeit bis zur Fertigstellung der neuen Kita mehrere Möglichkeiten brauche, um alle Bedarfe zu decken. Nach intensiver Diskussion beauftragte man die Verwaltung, die Möglichkeiten im Scheurenfeld als am schnellsten realisierbar und die beiden Möglichkeiten für einen Naturkindergarten weiter zu verfolgen. Auch die Option, eine Gruppe in der Kita zu integrieren, soll geprüft werden.

Die weiteren Themen der Sitzung

In der jüngsten Sitzung befasste sich der Ortschaftsrat mit dem Haushaltsplan der Verwaltung für den Teilort. Es gab Lob und auch Kritik für den Plan. Ein Anliegen war die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung.

Haushaltsplan: Ortsvorsteherin Sabine Kollmann stellte die wesentlichen Investitionsvorhaben im Teilort in den kommenden Jahren vor. So werden in die neue Kita bei der Reinhard-von-Koenig-Schule bis 2024 rund 4,2 Millionen Euro verbaut, dazu noch 450 000 Euro im Schulhof. Die Bauplätze im Gebiet Schlossäcker/Buchäcker sind bis auf zwei verkauft, sagte sie. Erschließung „zu spät“ Kritisch sah sie den Beginn der Planungs- und Erschließungsarbeiten im Baugebiet „In der Steine“ für 2024 und 2025. „Das ist definitiv zu spät“, sagte sie. Zudem regte sie an, bei den Planungen den Mehrbedarf an Strom durch Elektroautos sowie alternative Heizsysteme wie Erd- und Fernwärme zu berücksichtigen, ebenso eventuell dort Flächen für die Ansiedlung von Ärzten und medizinischen Dienstleistungen vorzuhalten. Weitere Investitionen „Im Rahmen der Medienoffensive in Schulen werden in der Reinhard-von-Koenig-Schule 285 000 Euro investiert, für den Breitbandausbau im Ort werden elf Kilometer Glasfaserkabel für rund 1,9 Millionen Euro verlegt“, sagte OB Frederick Brütting. Ratsmitglied Johannes Schmid (CDU) monierte ebenso wie Kollmann den erst in 2024 vorgesehenen Beginn der Laubachstraße. 500 000 Euro sind dort eingeplant. Arztpraxis statt Leerstand Hans Kümmel (SPD) forderte, dass man einen der Leerstände in der Ortsmitte einem Arzt anbieten solle, um die hausärztliche Versorgung im Ort nach Schließung der jetzigen Praxis sicherzustellen. Die Ortsvorsteherin und Brütting sagten zu, das offensiv anzugehen. Patrick Köble (SPD) und Bernd Märkle (FW) regten an, das Ortschaftsbudget ab 2023 von 19 000 auf 25 000 Euro anzuheben, ebenso die Beschränkung für die Einzelausgaben.

Satzung Nutzung Schulhöfe: Das Gremium beantragte nach intensiver Diskussion, die Satzung mit einer längeren Freigabe bis 22 Uhr während der Sommerzeit zu versehen. In der derzeitigen Ausführung wurde sie abgelehnt.

Ortschaftsbudget: 17 228 Euro der zur Verfügung stehenden 19 000 Euro sind noch nicht ausgegeben. Dafür werden jetzt Ortseingangstafeln gekauft, für die Vorschläge vorgestellt wurden. Die für Fachsenfeld werden mit „Willkommen“ und „Auf Wiedersehen“, dem Ortsnamen und dem Wappen versehen, in Waiblingen wird der Namen größer und auf beiden Seiten „Willkommen“ stehen. Außerdem wird eine Ladesäule für E-Bikes und eine Fahrrad-Reparaturstation angeschafft. Deren Standort muss noch festgelegt werden. Ebenso der für einen weiteren Defibrillator. Für den Jugendtreff werden neue Kühlschränke angeschafft. Der Rest wird – mit Spenden aufgestockt – zu gleichen Teilen den Kitas gespendet.

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