Natur-Kita für Fachsenfeld

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Auf dem Festplatz der Gartenfreunde (im Vordergrund) soll ab Juni eine Natur-Kita betrieben werden. Das Vereinsheim und den Spielplatz im Hintergrund können die Kinder bei Bedarf mit nutzen.
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Ortschaftsrat stimmt für eine neue Einrichtung auf dem Gelände der Gartenfreunde. Warum man einen Standort am Schloss für ungeeignet hält.

Aalen-Fachsenfeld

Wieder Thema in der ersten Sitzung des Ortschaftsrats im neuen Jahr war die Kinderbetreuung. Im Ort fehlen derzeit rund 40 Betreuungsplätze für alle Altersgruppen, mit steigender Tendenz, jetzt kann mit einer weiteren Maßnahme ein Teil der Lücke geschlossen werden.

In seiner Sitzung im November hatte das Gremium bereits zwei mögliche Standorte für eine befristete Interims-Natur-Kita beschlossen, der Gemeinderat war dem gefolgt und hatte das Fachamt der Stadtverwaltung mit der Vorbereitung beauftragt. Katja Stark vom Amt für Soziales, Jugend und Familie, legte nun diese Ergebnisse vor.

Mögliche Standorte: Zur Auswahl stehen das Gelände der Gartenfreunde und ein Gelände des Schlosses Fachsenfeld. Laut Stark präferiert das Amt das Gelände der Gartenfreunde, da hier das Vereinsheim sowie Toilettenanlagen am dortigen Festplatz sowie Wasser- und Stromanschluss genützt werden könnten. Zudem könne ein Natur-Kita-Wagen problemlos dort abgestellt werden, ebenso seien Parkplätze und ein separater Eingang vorhanden.

Gegen das Schloss spricht laut Katja Stark, dass hier nach Vorstellung der Verwaltung und Ortsvorsteherin Sabine Kollmann die neu zu bildende Gruppe „TigeRaupen“ – eine Tagespflegegruppe – im Gebäudeteil „Küche und Café“ untergebracht werden könnte. Zwei Kindergruppen seien aber bei laufendem Schlossbetrieb dort nicht zu handhaben.

Fakten zur Natur-Kita: Für die Natur-Kita könne bis zum geplanten Start am 1. Juni ein Wagen zu einem annehmbaren Preis bei einer Firma in Nattheim beschafft werden, für eventuell nötige Umbauten am Gelände stehen 30 000 Euro zur Verfügung.

Das Gelände samt Gebäuden war bei einer Begehung für geeignet befunden worden, der Verein um Vorstand Johannes Schmid hatte sich einverstanden erklärt. Der Betrieb dort ist bis zur Fertigstellung der Kita an der Schule geplant, etwa für zwei Jahre und für 20 Kinder ab drei Jahren.

Zu der Einrichtung einer Gruppe im Schloss gab es kritische Stimmen. Zwar sei das Café dort nicht gut gelaufen, es wäre aber gut, wenn es als Attraktion weiter betrieben würde, sagten Bernd Märkle (FW) und Hans Kümmel (SPD). Auch Nadine Patzelt (CDU) zeigte sich skeptisch, meinte aber, man könne der Stiftung nicht vorschreiben, was sie mit ihren Einrichtungen plant.

Schließlich splittete man den Beschlussantrag, der beide Einrichtungen umfasste. Dem Teil zur Natur-Kita stimmte der Ortschaftsrat einstimmig zu. Dem von der SPD eingebrachten Änderungsantrag, für die „TigeRaupen“ statt des Schlosses weitere Möglichkeiten zu suchen, stimmte man mit elf Ja-Stimmen zu, Ortsvorsteherin Kollmann stimmte dagegen. 

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