Neue Kita für Fachsenfeld

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Neue Kita für Fachsenfeld
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Die Reinhard-von-Koenig-Schule soll saniert und erweitert werden, damit Platz für eine Kita entsteht. 20 Kindern, die im Moment keinen Betreuungsplatz haben, nutzt das zunächst nichts.

Aalen-Fachsenfeld

In Fachsenfeld fehlen Kita-Plätze. Über das Problem wird schon lange diskutiert. Jetzt scheint eine Lösung gefunden. Räume der Reinhard-von-Koenig-Schule (RvKS) sollen erweitert werden, damit dort Platz für eine Kita entsteht. Außerdem ist geplant, die Schule zu sanieren. Der Gemeinderatsausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik (AUST) hat die Pläne vorberaten und dem Gemeinderat einstimmig empfohlen, den Baubeschluss zu fassen.

Markus Haas vom Amt für Gebäudewirtschaft erläuterte die Pläne. Im jetzigen Eingangsbereich der RvKS entsteht die Kita mit drei Gruppen. Eine Krippengruppe für Kinder von ein bis drei Jahren in Ganztagesbetreuung, eine Gruppe für Kinder ab zwei Jahren mit verlängerten Öffnungszeiten und eine Gruppe für Kinder ab drei Jahren mit Ganztagesbetreuung.

Die Bauarbeiten für die Kita sollen im August 2022 beginnen. Zuvor schon, im Februar 2022, beginnt die Sanierung aller Schulräume. Die RvKS ist eine Grundschule, die mit der Konrad-Biesalski-Schule zusammenarbeitet und Kinder mit körperlicher Behinderung inkludiert. Dass alle Räume barrierefrei werden, gehört ebenfalls zum Sanierungsprogramm. 4,28 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Für die Pläne gab's Lob und Zustimmung aus allen Fraktionen. Thomas Wagenblast (CDU) zum Beispiel äußerte „große Freude“.

Übergangslösung: Nicht ganz so einig war man sich über eine Lösung für den Übergang bis die Kita fertig ist. Nadine Patzelt (CDU) hatte dazu Tags zuvor schon im Kultur, Bildungs und Finanzausschuss Stellung bezogen. „Die Situation in der Kinderbetreuung Ü3 in Fachsenfeld ist immer noch verheerend“, sagte sie. Bis die neue Kita fertig sei, bräuchten die über dreijährigen Kinder, die jetzt noch keinen Platz haben, keinen mehr, denn bis dahin seien sie Schulkinder. Patzelt erwähnte, dass die Gartenfreunde angeboten hätten, in ihrem Vereinsheim übergangsweise eine Kita unterzubringen und beantragte, dass die Stadtverwaltung das bis zum 15. Oktober prüft. Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann sprach von 20 Kindern, die keinen Platz haben und von einer „prekären Situation“. Gespräche deswegen laufen ihm zufolge. Er sagte zu, bis spätestens November, einen Vorschlag zu präsentieren, der schnell umgesetzt werden könne. Er machte wenig Hoffnung, schon bis 15. Oktober eine Lösung präsentieren zu können. Ortsvorsteherin Sabine Kollmann, die als Zuhörerin zu beiden Ausschüssen gekommen war, bestätigte im KBFA, dass die Gespräche auf einem guten Weg seien.

Im AUST sagte Jürgen Opferkuch (FW), dass er gut findet, was ihm zu Ohren gekommen sei. „Das Vereinsheim oder die Turnhalle zu nutzen, halte ich für abwegig.“ Christoph Köble (Grüne) nannte das Vereinsheim enfalls „keine so gute Idee“. Andrea Hatam dagegen sagte: „Die Idee von Frau Patzelt finde ich nicht so schlecht.“ In jedem Fall müsse man schnell prüfen, welche Übergangslösungen es gibt.

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