Rathaussturm in Fachsenfeld abgesagt

+
Das Rathaus in Fachsenfeld
  • schließen

Wegen des Angriffs auf die Ukraine will man nicht Fasching feiern.

Aalen-Fachsenfeld. Eigentlich wollten am Gumpendonnerstag ein paar wenige Narren das Fachsenfelder Rathaus stürmen und Ortsvorsteherin Sabine Kollmann absetzen und anklagen. Anklage und die Verteidigungsrede der Ortsvorsteherin sollten per Live-Stream auf Facebook übertragen werden. Doch dazu ist nicht gekommen.
„Nach Absprache mit unserer Ortsvorsteherin Sabine Kollmann müssen wir euch leider mitteilen, dass der heute geplante Online-Rathaussturm aufgrund der aktuellen Situation in der Ukraine nicht stattfinden wird“, teilten die Fachsenfelder Schloß-Gugga kurz vorher mit. „Das ist kein Tag, den man feiern kann. Das geht einfach nicht“, sagt Kollmann im Gespräch mit der SchwäPo. Unter dem Eindruck der schrecklichen Bilder aus der Ukraine habe man sich zusammentelefoniert und diese Entscheidung getroffen. „Für die Vereine ist das natürlich sehr schade“, sagt die Ortsvorsteherin. „Sie haben sich solche Mühe gegeben.“ Die Narren hätten bereits alles vorbereitet gehabt und zum Beispiel das Rathaus dekoriert. Auch sie selbst sei vorbereitet gewesen. Passend zu ihrer Verteidigungsrede, in der die Kinderbetreuung im Ort eine zentrale Rolle gespielt hätte, hätte sie in vielen Stunden am Abend ein Kostüm genäht. Sie wollte als Kindergarten verkleidet kommen.

Zurück zur Übersicht: Fachsenfeld

Mehr zum Thema

Kommentare