Schlossmäuse spielen in Fachsenfeld

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Freuen sich, dass die Schlossmäuse in Fachsenfeld an den Start gehen konnten (von links): Karl-Heinz Ehrmann, Hannes Täuber, Vanessa Pfeifle, Sabine Kollmann, Anna Rieber, Sigrun Huber-Ronecker, Frederick Brütting, Sandra Ruf, Jenny Starz und Christine Dietrich.
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Im Ort ist eine besondere Lösung für die Kinderbetreuung gefunden. Wie es funktioniert, haben die Beteiligten am Freitag bei einem Pressetermin vorgestellt.

Aalen-Fachsenfeld

In historischen Räumen spielen nun die Schlossmäuse. So heißt das neue Betreuungsangebot im Schloss Fachsenfeld. Die Beteiligten stellten das Konzept am Freitag bei einem Pressetermin vor. Jenny Starz hat sich gemeinsam mit Christine Dietrich und Anna Rieber selbstständig gemacht. Gemeinsam betreuen sei im Schloss die eigenen Kinder und können zusätzliche sieben Betreuungsplätze für unter Dreijährige anbieten.

Als Starz für ihr Kind keinen Betreuungsplatz bekommen habe, erzählt sie, habe sie sich für die Kindertagespflege qualifiziert. So kann sie die eigenen Kinder, inzwischen sind es drei, betreuen und anderen helfen, die ebenfalls keinen Platz bekommen. Zwar ist es möglich, eine Kindertagespflege im eigenen Zuhause zu eröffnen. Das kam für Starz aber nicht infrage. Schon länger war sie auf der Suche nach geeigneten Räumen. Mehrmals dachte sie schon, etwas gefunden zu haben, immer wieder habe sich das aber zerschlagen. „Es hat so sein sollen“, sagt sie. Denn nun sei eine wunderbare Lösung gefunden.

Unterstützt werden die Schlossmäuse von der Stadt, vom Landkreis und von der Stiftung Schloss Fachsenfeld. „Wir freuen uns, dass wir die Tradition aufgreifen und in die Zukunft führen können“, sagt Hannes Teuber, der Geschäftsführer der Stiftung. Denn schon einmal gab es im Schloss einen Kindergarten. Davon zeugt ein Bild aus dem Jahr 1898.

Um die Tradition in die Moderne zu führen, sind Räume für die Kindertagespflege umgestaltet worden. Dort, wo früher das Café war, haben nun die Schlossmäuse zwei Räume zum Spielen, einen zum Schlafen und eine Küche. Das Café soll es aber weiterhin geben, nur eben auf der anderen Seite des Gebäudes. „Der Betrieb im Schloss wird in keiner Weise beeinträchtigt, sondern bereichert“, zeigt sich Oberbürgermeister Frederick Brütting sicher. Ortsvorsteherin Sabine Kollmann erzählt, dass es im Ort manchmal hieße, das Schloss habe hohe Mauern. „Das haben wir aufgebrochen“, sagt sie. Dem OB zufolge sind auch in der Triumphstadt zwei ähnliche Gruppen entstanden: der Zwergenraum und der Wichtelraum.

Laut Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann geht die Naturkita für Kinder über drei Jahren in Fachsenfeld, der es zunächst an Nachfrage gefehlt hat, noch im Sommer an den Start. Eine neue Kita mit drei Gruppen wird an der Reinhard-von-Koenig-Schule gebaut.

Die Kinderbetreuung im Ort und darüber hinaus

Sieben Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bieten die Schlossmäuse in Fachsenfeld an. Ein Platz ist noch frei. Die Anmeldung läuft über das System „little bird“ bei der Stadt Aalen. Betreut werden die Kinder von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Falls Bedarf besteht, können die Kinder auch bis 14 Uhr bleiben. Dank öffentlicher Förderung bezahlen Eltern maximal 2,54 Euro pro Stunde.

Alle, die sich für die Qualifizierung als Tagespflegeperson interessieren, laden Sandra Ruf und Sigrun Huber-Ronecker vom Landratsamt zur nächsten Informationsveranstaltung ein: Am Freitag, 31. März, um 9.30 Uhr, im Quadrat in der Gartenstraße 97.

Die Naturkita auf dem Gelände der Gartenfreund soll im Sommer an den Start gehen. Bis Herbst oder Winter 2024 soll die neue Kita mit drei Gruppen an der Reinhard-von-Koenig-Schule fertiggestellt sein.

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