Vernissage mit Minister Strobl

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Prominenter Besuch kommt zur Eröffnung der Ausstellung "Kreative Köpfe" von Ingrid Hertfelder auf Schloss Fachsenfeld.

Aalen-Fachsenfeld

Eine Nachbarin beäugt am Freitagabend die vielen Autos, darunter schwarze Limousinen und Streifenwagen. "Da muss heut was Größeres sei im Schloss", sagt sie. Und recht hat sie damit. Innenminister Thomas Strobl ist zur Eröffnung der Ausstellung "Kreative Köpfe – Portraits von Schöpferkraft im Ostalbkreis" nach Fachsenfeld gekommen.

Ingrid Hertfelder hat 45 dieser Köpfe aus dem Ostalbkreis fotografiert. 28 Porträts aus der Reihe sind nun in Fachsenfeld zu sehen – die großformatigen Fotodrucke in Schwarz und Weiß zeigen zum Beispiel Gerburg Maria Müller, Veronica Gonzalez, Uwe Renz, Eckhart Dietz, Ernst Mantel, Ludmilla Schnell, Markus Frei oder Paul Groll. Viele der Porträtierten sind zur Ausstellungseröffnung gekommen. Die lokale Politprominenz ist vor Ort: Oberbürgermeister Thilo Rentschler, Landrat Klaus Pavel, Ortsvorsteher Jürgen Opferkuch. Dr. Roland Schurig und Hermann Schludi vertreten die Stiftung Schloss Fachsenfeld. Florian Hock, Bundespreisträger bei "Jugend musiziert", spielt auf dem Marimba.

Also ja, es ist etwas Größeres – wenn auch coronabedingt in kleinerem Rahmen mit beschränkter Anzahl an geladenen Gästen. Und es ist das erste kulturelle und gesellschaftliche Ereignis im Schloss nach vier Monaten Corona-Pause. Die Pandemie, so Strobl in seinem Grußwort, dürfe nicht dazu führen, dass Kunst und Kultur austrocknen. Daher stelle das Land 50 Millionen Euro in einem Hilfsprogramm für Kunst und Kultur zur Verfügung. 75 Millionen Euro seien bis Mitte Mai bereits an Solo-Selbstständige im Kulturbereich ausbezahlt worden.

"Es ist typisch für Deutschland und Baden-Württemberg, dass wir hohe Kunst und Kultur nicht nur in den Hauptstädten haben", sagte Strobl. "Wer erstklassige Kunst und Kultur erleben will, muss nicht nach Berlin oder nach Stuttgart fahren." Erstklassige Kultur gebe es im ganzen Land, zum Beispiel auf der Ostalb, zum Beispiel auf Schloss Fachsenfeld.

Wie kam der Innenminister nun nach Fachsenfeld? Der Landrat erzählt die Anekdote. Vergangenes Jahr war Strobl schon einmal zu Gast auf der Ostalb, bei den Begegnungen auf Schloss Kapfenburg. Dort hat er Ingrid Hertfelder kennengelernt und von ihrem Projekt erfahren. Bei einem Glas Wein, erzählt der Landrat, habe man sich getraut, ihn zu fragen, ob er nicht zur Vernissage kommen wolle. "Er sagt meistens Ja", scherzt der Landrat und ergänzt: "Ich hätte nur nicht gedacht, dass er sich ein dreiviertel Jahr später noch erinnert, Ja gesagt zu haben."

Wer erstklassige Kunst und Kultur erleben will, muss nicht nach Berlin oder nach Stuttgart fahren.

Thomas Strobl Innenminister Baden-Württemberg

Geöffnet ist die Ausstellung sowie der Landschaftsgarten und das Schlosscafé immer samstags von 13 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Eintritt: 5 Euro. Auf Schloss Fachsenfeld bleiben die "Kreativen Köpfe" bis 18. Oktober, dann wandern sie nach Schwäbisch Gmünd. Ab 18. Juni 2021 sind sie in der Galerie im Kornhaus zu sehen.

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