Viele Projekte warten auf Umsetzung

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Das Zugang zum Rathaus in Fachsenfeld muss barrierefrei ausgebaut werden Archivfoto: privat
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Hinweistafeln und eine Fahrradstation sollen in Fachsenfeld installiert werden. Die Ortschaftsrätinnen und -räte wollen Projekte vorantreiben.

Aalen-Fachsenfeld

Viele Projekte wurden in Fachsenfeld in den vergangenen Jahren immer und immer wieder verschoben – dies war in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates Thema.

Projektliste im Haushaltsplan: Für Verstimmung sorgt im Rat und in der Bevölkerung, dass als dringend angesehene Baumaßnahmen im Ort im Haushaltsplan der Stadt immer wieder geschoben werden. So wurden beispielsweise erste Entwürfe für eine Neugestaltung der Ortsmitte bereits 2013 im Ortschaftsrat vorgestellt, die Sanierung verschiedener Gehwege und Straßen – unter anderem Laubachstraße, Scherrenbergstraße, am Stadion und Kirchstraße – teilweise seit mehreren Jahren immer wieder beantragt. Auch Jugendtreff, Sprecheranlage und Lüftung der Woellwarth-Halle und die Küche der Turn- und Festhalle müssten saniert oder erneuert werden, sagte Ortsvorsteherin Sabine Kollmann. Der Zugang zum Rathaus müsse dringend barrierefrei gestaltet und die Treppe dort und mehrere Fenster saniert und ersetzt werden.

Patrick Köble (SPD) mahnte auch dringend den Baubeschluss zu einer neuen Kita an der Reinhard-von-Koenig-Schule an, der Bedarf sei da. „Diese Maßnahme ist sicher mindestens genauso wichtig wie der Steg am Stadtoval“, sagte er. Die Stadt vergesse seiner Meinung nach die Teilorte etwas. Der Antrag der SPD, den Baubeschluss zu fordern, wurde einstimmig angenommen. Auch der Ausbau der Laubachstraße soll priorisiert werden.

Ortschaftsbudget 2021: Fachsenfeld stehen dort 19 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Ortsvorsteherin Kollmann würde gerne – auch nach dem Unfall des dänischen Spielers bei der EM – einen Defibrillator im Steinbachstadion einbauen lassen. Derzeit werde geprüft, ob diesen eventuell die Stadt bezahlt. Patrick Köble schlug eine Fahrradreparaturstation am Dorfplatz oder am Rathaus vor. Auf Anregung von Bernd Märkle (Freie Wähler) solle diese gleich durch eine Ladestation für E-Bikes ergänzt werden. Kosten: 5000 bis 7500 Euro zuzüglich Aufbau.

Christian Pfleiderer (CDU) erläuterte das Angebot für drei feste Ständer aus Edelstahl mit Hinweistafeln für Attraktionen im Dorf, die vor einiger Zeit schon einmal im Rat beschlossen worden waren. Das Angebot stammt von einem ansässigen Betrieb. Die drei Ständer kosten etwa 13 000 Euro plus Einbau, so Pfleiderer. Eigentlich dürften Einzelmaßnahmen nur je 7500 Euro im Rahmen des Ortschaftsbudgets kosten. Das Rathaus wolle eruieren, was möglich ist. Der Rat beschloss eine Priorisierung der Maßnahmen: erst Hinweistafeln, dann Fahrradstation.

Geschwindigkeitskontrolle: Köble stellte die Ergebnisse der mobilen Geschwindigkeitsmessungen mit dem sogenannten „Smiley“ und dem „Seitenradar“ vor. An acht Stellen wurde in den vergangenen Monaten gemessen, meist hielten sich die Fahrer an die Begrenzungen. Nur in den 30er-Zonen in der Karolinenstraße und Ecke Sandfeldstraße/Hans-Sigmund-Straße wurde vielfach zu schnell gefahren. Er kündigte weitere Messungen an.

Bauplätze: Im Baugebiet „Sandfeld IV“ waren bisher noch zwei Grundstücke im Besitz der Stadt, die aufgrund ihrer länglichen und schmalen Beschaffenheit zur Bebauung mit einem Doppelhaus abgegeben werden sollten. Nach längerer Suche konnten jetzt zwei Familien als Partner dafür zusammengebracht werden. Der Rat stimmte dem Verkauf für knapp 200 000 Euro einstimmig zu.

Die Stadt vergisst die Teilorte etwas.“

Patrick Köble, Ortschaftsrat

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