Virus macht Fachsenfelder Spielarena Strich durch die Rechnung

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Ein Bild aus der Vor-Corona-Zeit: Mustafa Özbey in seiner Spielarena in Fachsenfeld.
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Warum Mustafa Özbey den größten Indoor-Spielplatz in Ostwürttemberg Ende März aufgeben will.

Aalen-Fachsenfeld. Mustafa Özbey (51) ist untröstlich. Doch er wird die Spielarena in Aalen aufgeben. „Wir hören auf“, sagt er auf Nachfrage der SchwäPo – und zwar schon Ende März, wenn sein Pachtvertrag auslaufe. „Verschiedene Faktoren“, nennt er als ausschlaggebend für seine Entscheidung – in der Hauptsache aber liege es an der Corona-Pandemie. Die Angebote in der Spielarena seien vor allem Angebote, die im Winter interessant sind – dann, wenn wegen des kalten Wetters Familien gern die Arena besuchten, um dort zu spielen, zu turnen, zu sporteln oder die Seele baumeln zu lassen. Und gerade in den vergangenen beiden Wintern sei der Betrieb wegen Corona stark eingeschränkt gewesen. So hatte die Arena in den Weihnachtsferien geschlossen. Offizielle Begründung: die Schnelltests, die für Kinder ab sechs Jahren verlangt seien.

Zwar sei die Arena insgesamt „nach wie vor gut besucht“, aber nicht so gut, dass sich der ganze Aufwand aus wirtschaftlicher Sicht für ihn lohne, sagt Özbey. Betroffen von der Schließung Ende März seien insgesamt 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die meisten davon in Teilzeit. Er habe das Team bereits über seine Entscheidung informiert. Er wolle sich nun schwerpunktmäßig auf „Gustl’s Ständle“ konzentrieren, den Biergarten, den er in der Neuen Mitte in Oberkochen betreibt. Özbey hofft, dass er Mitarbeiter von der Arena dort unterbringen kann.

Mit der Spielarena habe er sich einen Traum erfüllt, sagt Özbey: den größten Indoor-Spielplatz in Ostwürttemberg zum einen. Und zudem Angebote für die Eltern bis hin zum schwäbischen Zwiebelrostbraten, zubereitet von den beiden angestellten Köchen. Die ganze Familie habe er im Blick gehabt: mit spannenden Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und deren Eltern. „Es tut mir weh, dass ich jetzt aufhören muss“, aber er habe diese Entscheidung treffen müssen.

Die Spielarena ist in der Hans-Sigmund-Straße in Fachsenfeld – Özbey hat dort 5000 Quadratmeter gepachtet: für die Spielarena, für die weiteren Sportangebote von Fußball über Badminton bis zu Minigolf. Er habe in die Anlage Einiges investiert, sagt Özbey. Auch deswegen hofft er, dass sich für die Spielarena in Aalen eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger findet.

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