Wie kreativ Schloss Fachsenfeld in die neue Saison startet

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Neustart für den Kunstsalon: Die Fotografin Ingrid Hertfelder zeigt besondere Köpfe von der Ostalb. Was die Besucher darüber hinaus erwartet.

Aalen-Fachsenfeld

Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei. Doch die Macher von Schloss Fachsenfeld begegnen ihr kreativ. 28 "kreative Köpfe – Portraits von Schöpferkraft im Ostalbkreis" zeigt die erste Ausstellung nach dem Lockdown. Geschaffen hat sie die gebürtige Gmünder Fotokünstlerin Ingrid Hertfelder.

Kreativ – der Schlüsselbegriff dieser Schau passt prima zum Ausstellungsort, findet OB Thilo Rentschler als Vorsitzender der Stiftung Schloss Fachsenfeld. Schließlich sei der verstorbene Schlossherr, Baron Reinhard von Koenig, ein äußerst kreativer Kopf gewesen: Techniker, Tüftler, Pionier. So ehre man sein Andenken in besonderer Weise.

Mit Rentschler freut sich Landrat Klaus Pavel, dass nach monatelangem Corona-Lockdown langsam wieder ein Rhythmus kultureller Veranstaltungen beginne. Kultur sei von immenser Bedeutung, so Pavel sinngemäß, damit "das Miteinander in der Gesellschaft wieder stattfinden kann".

Wer sind die kreativen Köpfe der Ostalb? "Alle, die sich kreativ einbringen, machen den Wert einer Gesellschaft aus", betont der Landrat. Ingrid Hertfelder hat ihre persönliche Auswahl getroffen: 45 Frauen- und Männer nahm sie seit dem Jahr 2016 vor die Linse. 28 dieser Portraits zeigt sie im Format von jeweils 1,20 auf 1,20 Meter auf der rund 200 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche.

28 Gesichter, sämtlich fotografiert vor neutralem Hintergrund – nicht nur aus den Genres Kunst, Musik, Schauspiel und Kabarett, sondern auch aus Kirche, Politik oder Wirtschaft von der Ostalb. Zum Beispiel Gerburg Maria Müller und Veronica Gonzalez, Uwe Renz, Eckhart Dietz, Ernst Mantel, Ludmilla Schnell, aber auch Markus Frei, Werner Sobek oder Richard Arnold, Thilo Rentschler und Klaus Pavel.

Ich bin den Menschen auf die Pelle gerückt.

Ingrid Hertfelder Fotokünstlerin

"Ich bin den Menschen auf die Pelle gerückt, damit Lebenslinien in den Gesichtern erkennbar sind", beschreibt Ingrid Hertfelder ihre Intention. "Absolute intime Nähe und trotzdem respektvolle Distanz" nennt es Hermann Schludi, künstlerischer Leiter der Stiftung. Der 41-jährigen Fotokünstlerin, die acht Jahre in New York und Los Angeles gelebt und sich dort einen Namen gemacht habe, bescheinigt er "allerhöchstes Niveau".

Ein Buch zur Ausstellung, gestaltet von Florian Hägele, soll zur Eröffnung herauskommen. Darin finden sich auch kurze Texte der abgebildeten Personen. Ingrid Hertfelder wollte von ihnen wissen: "Was ist Dein Antrieb für Deine Arbeit? Wie hat Dich die Ostalb geprägt?"

Das "neue" Schloss Fachsenfeld: Man habe das Konzept verändert, so Dr. Roland Schurig, Geschäftsführer der Stiftung Schloss Fachsenfeld: Der Landschaftspark, bisher nur mit Führungen zu betreten, ist nun während der Öffnungszeiten für jedermann zugänglich. Es gibt ein buntes Veranstaltungsprogramm bis zum Herbst und noch mehr Kunst: Der Park wird nach und nach bis zum Jahresende mit rund 25 Arbeiten des Künstlers Karl Ulrich Nuss ausgestattet, kündigt Hermann Schludi an.

Kreative Köpfe und mehr auf Schloss Fachsenfeld

Eröffnung der Ausstellung ist – coronabedingt nur mit geladenen Gästen – am Freitag, 24. Juli. Ab Samstag, 25. Juli, sind die Schau im ersten Stock des Ökonomiegebäudes sowie der gesamte Landschaftsgarten und das Schlosscafé immer samstags von 13 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: 5 Euro. Auf Schloss Fachsenfeld werden die "Kreativen Köpfe" bis 18. Oktober gezeigt, dann wandern sie nach Schwäbisch Gmünd. Ab 18. Juni 2021 sind sie in der Galerie im Kornhaus zu sehen.

Zurück zur Übersicht: Fachsenfeld

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL