Zu viele Tempo-Überschreitungen in Fachsenfeld

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Viele Fahrzeuge fahren am Ortseingang von Fachsenfeld zu schnell. Das Ortsschild steht dicht an der Kreuzung. Günther Rathgeb wohnt direkt an der Kreuzung, verdeckt von den Bäumen.
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Günther Rathgeb fordert dringend Maßnahmen gegen zu schnelles Fahren am Ortseingang von Fachsenfeld.Was Ortsvorsteherin Sabine Kollmann dazu sagt.

Aalen-Fachsenfeld

Seit einem starken halben Jahr ist Sabine Kollmann Ortsvorsteherin im Teilort – und das Amt macht ihr sichtlich viel Spaß. „Es fordert zwar durchaus an sieben Tagen in der Woche, aber bringt auch viel Freude und Befriedigung, wenn es gut läuft“, sagt sie.

Im Februar übernahm sie das Amt von Jürgen Opferkuch, zuvor war die gebürtige Iserlohnerin bereits fast zehn Jahre im Ortschaftsrat tätig. „Seither beobachte ich alles mit einem anderen Blick, selbst beim Spazierengehen in der Freizeit“, erzählt sie. Zeitlich sei das Amt ein Vollzeitjob, viele Gespräche am Telefon, bisher per Zoom-Konferenz und jetzt auch wieder persönlich, Sitzungen, Beratungen, Vereinsversammlungen, Geburtstage – aber auch viele neue Erfahrungen über die Geschichte des Ortes und der Menschen.

Sanftes Nachhaken bei Behörden

Die Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden funktioniere gut, manchmal müsse „man auch mal sanft nachhaken“, sagt sie schmunzelnd. Wichtig ist ihr die weitere Entwicklung des Teilortes. „Mehr Kindergartenplätze, weitere Baugebiete, die Entwicklung des Gewerbegebietes, um Firmen zu halten, die grüne Entwicklung der Ortsmitte“, zählt sie auf. Nötig sei aber auch, dass Wohnbaugesellschaften sich auch in den Teilorten betätigen, um hier bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, auch seniorengerechte Wohnungen, „und nicht nur in der Innenstadt bauen“, ergänzt Kollmann. „Wichtig ist mir, dass ich den Bürgern zuhöre, auf die Menschen zugehe und ihre Anliegen kenne“, sagt die Ortsvorsteherin.

Daher beschäftigen sie auch die Anliegen von Günther Rathgeb, der in der Wasseralfinger Straße/Abzweig Hans-Siegmund-Straße am Ortseingang von Treppach wohnt und immer wieder darauf aufmerksam macht, dass der Verkehrslärm dort unerträglich ist.

Tempo ortsauswärts zu hoch

Unter anderem moniert er, dass von Treppach her und auch ortsauswärts zu schnell gefahren würde, vor allem Lastwagen und das schon früh morgens. Ebenso in der 30er-Zone der Hans-Siegmund-Straße. Die Wohnqualität in diesem Bereich würde für alle Anwohner massiv leiden. Als Maßnahmen sieht er hier zum Beispiel den Bau eines Kreisels, eine 30er-Zone an der Querungshilfe Mittelklinge und die Verlagerung des Ortseingangsschilds weiter Richtung Treppach, um die Geschwindigkeit der einfahrenden Fahrzeuge zu reduzieren. Dazu fordert er verstärkte Geschwindigkeitsmessungen in diesem Bereich. Er stehe dazu bereits mit mehreren zuständigen Behörden wie Straßenbauamt und Ordnungsamt in Kontakt.

Zudem sei die Wasseralfinger Straße mit diversen Dohlenabsenkungen durch nachträgliche Verlegung von Kabeln und Rohren und durch den Schwerlastverkehr „eine Buckelpiste“ und uneben, was Verkehrslärm begünstige, wie Rathgeb ausführt. Hier fordert er eine Sanierung und den Auftrag von Flüsterasphalt. Die Recyclingcontainer in der Hans-Siegmund-Straße möchte er verlagert sehen, weil sie selbst und ihre Nutzung außerhalb der erlaubten Zeiten eine Belästigung seien.

„Im Herbst wird eine Verkehrsschau stattfinden, und da werden wir diese Dinge ansprechen“, sagt die Ortsvorsteherin. Den Zustand der Wasseralfinger Straße, den sie allerdings nicht so kritisch sieht und die Geschwindigkeitssituation am Ortseingang ebenso wie die in der Hans-Siegmund-Straße. Dort ergaben mobile Messungen des Ortschaftsrates mit einem sogenannten „Seitenmesser“ relativ viele Überschreitungen. Man werde noch mal im Gemeindeblatt auf die 30er-Zone hinweisen, und an beiden Stellen beim Ordnungsamt weitere Radarmessungen anregen.

Die Möglichkeit eines Kreisels sieht sie nicht, da hier der Platz nicht reiche und zudem dann Lärm durch Abbremsen und Beschleunigen entstünde. Zudem sei für die Straße von Treppach her bis zum Ortsschild der Kreis zuständig. Die Container zu verlagern sei schwierig, da dazu städtisches Gelände woanders zur Verfügung stehen müsste, und schon für die Container in der Kirchstraße ein neuer Standort gesucht wird. „Aber wir werden uns mit den Punkten befassen und versuchen die Situation zu verbessern“, sagt sie zu.

Sabine Kollmann, Fachsenfelder Ortsvorsteherin.

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