Frage der Woche: 65 Jahre Radarfalle - was halten Sie von Blitzern?

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Seit 1957 bremst sie deutsche Raser aus. Am 21. Januar wird sie 65: die Radarfalle. Heute gibt es in Deutschland rund 4500 „Starenkästen“. Was denken Sie: Sind diese nützlich? Und – erwischt es Sie auch manchmal? Das haben wir in Aalener Passanten gefragt.

Nach einem ersten Feldversuch in Düsseldorf ging das Modell 1958 in Serienproduktion. Heute gibt es in Deutschland rund 4500 „Starenkästen“. Was denken Sie: Sind diese nützlich? Und – erwischt es Sie auch manchmal? Das haben wir in Aalener Passanten gefragt.

Gerda Deißler (75) Rentnerin aus Aalen:

Gerda Deißler

Die sind aufjedenfall sinnvoll. Ich bin auch schon in manche reingerasselt. Aber das bringt aufjedenfall was. Da nimmt man doch anders das Tempo runter. Beispielsweise im Grauleshof beim Tannwäldle. Oder in Mögglingen früher vor der Umfahrung. Wenn beim Ortsbeginn ein Blitzer steht und man mit 80 ankommt, bremst man bei einer Radarfalle doch deutlicher schneller runter als ohne. Sonst würde man das ja langsam auslaufen lassen. Durch eine stationäre Anlage wird man dran erinnert, langsam und rücksichtsvoll zu fahren. Deswegen ist das schon in Ordnung. Manche sind aber echt fies angebracht.“

Gerda Deißler

 

Gerhard Hägele (62) Beamter aus Aalen:

Gerhard Hägele

Ich bin schon ein Befürworter, dass man die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhält. Dass das kontrolliert wird, ist auch in Ordnung. Das ist für mich keine „Falle“. Ich bin selbst auch schon Opfer gewesen. Aber da geschieht ja kein Unrecht. Es ist doch das Interesse von uns allen, dass der Verkehr sicherer wird. Und für Anwohner sind das wirklich Welten, ob die Fahrzeuge mit 70 oder 80 oder mit 50 bei ihnen zuhause vorbeifahren. Ich habe auch mal an so einer Einfallsstraße gewohnt.“

Gerhard Hägele

Manfred Bressel (67) Rentner aus Böbingen:

Manfred Bressel

Ich denke, die bringen schon was. Grade auch, wenn sie mit einem Schild angekündigt sind. Im Göppinger Raum ist das in den Ortschaften ziemlich verbreitet. Gemein ist, wenn sie mit Laser schießen. Es ist ja doch oft so, dass man 1000 Mal vorschriftsmäßig fährt, dann ist man in Gedanken und es erwischt einen doch. Das ist ja oft reine Glückssache. Ohne die Radarfallen geht es in vielen Fällen nicht. Bei uns ist auf Höhe des Seniorenheims Tempo 30. Da hält sich keiner dran. In so Orten wie Röhlingen ist das sehr wichtig mit stationären Anlagen. Grade Zulieferer, die es immer eilig haben, fahren oft zu schnell.“

Manfred Bressel

Frauke Krauß (55) Standesbeamtin aus Aalen:

Frauke Krauß

Natürlich sind stationäre Blitzer sinnvoll. Man sollte sich ja schon an die Straßenverkehrsordnung halten. Die stehen ja auch an Stellen, an denen es wichtig ist. Ich gerate schon auch mal rein. Das ist dann halt so. Dann ärgere ich mich kurz und weiß dann aber auch wieder, wie man sich verhalten sollte. Das hat auf jeden Fall einen Effekt und von daher ist es auch absolut sinnvoll, dass es sie gibt. Die haben schon ihre Berechtigung und ihren Nutzen.“

Frauke Krauß

Eero Qvick (32) Uhrmacher aus Aalen:

Eero Qvick

Die Anlagen sind mir eigentlich ziemlich egal, die ändern mein Leben nicht. Ich fahre nur so schnell, wie es erlaubt ist. Aber die Radarfallen sind schon sinnvoll an den Stellen, an denen die Leute sonst rasen würden, wie beispielsweise in der Stuttgarter Straße. Sie bringen mehr Sicherheit, grade auch für Kinder. Das hoffe ich zumindest. Ich glaub vor fünf Jahren bin ich mal in einer 30er-Zone 4 km/h zu schnell gefahren. Und irgendwann auch mal nachts in einer 30er-Zone. Aber wenn viel los ist, fahre ich immer sachte.“

Eero Qvick

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