Frage der Woche: Verfolgen Sie die Paralympischen Spiele?

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Wir haben in Aalen nachgefragt: Interessieren Sie sich für die Wettkämpfe der Menschen mit Behinderung? Und wie bewerten Sie die Leistungen, die die deutschen Athleten erbracht haben?

Diese Woche liefen in Peking die Paralympics. Im Schatten der Olympiade und des Krieges. Wie bewerten Sie die Leistungen, die die deutschen Athleten erbracht haben?

Richard Ladenburger (85) Rentner aus Westhausen-Reichenbach:

Richard Ladenburger

„Die Olympiade habe ich angeschaut. Das ist ja was schönes, wenn man das so in die Wohnstube geliefert bekommt und das bequem auf dem Sofa ansehen kann. Als Deutscher wünscht man sich ja, dass die eigenen Sportler viele Medaillen bekommen. Die Wettkämpfe der behinderten Sportler gerade interessieren mich auch und ich hab' auch was angeschaut. Aber das mit dem Krieg macht einen so fertig. Wenn man die Nachrichten und Berichte davon gesehen hat, will man nix mehr sehen. Die deutschen Paralympicsteilnehmer schneiden ja sehr gut ab, da können sie sehr zufrieden sein.“

Jonas Weger (18) Student aus Fleinheim:

Jonas Weger

„Ich schau' das nicht so an. Die regulären olympischen Spiele schon ein bisschen. Das liegt bei mir einfach daran, dass ich jemand bin, der auf Höchstleistung schaut. Also was überhaupt machbar ist an maximaler Leistung. Nicht was ein spezieller Mensch schaffen kann, sondern was ganz grundsätzlich drin ist. Ich finde die Leistungsmessung bei solchen Wettkämpfen eher schwierig. Es wurde beispielsweise erforscht, dass Afroamerikaner eine höhere Muskeldichte haben. Die haben also aus diesem genetischen Hintergrund bei Sportarten, bei der es um Maximalkraft geht, bessere Chancen, auch wenn sie eine leichte Behinderung haben. Es sind also unterschiedliche Voraussetzungen da.“

Paul Schneider (23) Student aus Aalen:

Paul Schneider

„Das ist allgemein nichts für mich mit den Paralympics. Die olympischen Winterspiele hab' ich dieses Jahr auch nicht angesehen. Ich schau' allgemein nicht so viel fern, sondern mach' lieber selbst Sport, spiele Handball, oder geh' einfach so gerne raus. Ich verfolg' das zwar nicht so, aber die Leistung, die die deutschen Athleten bringen, ist nicht schlecht. In der öffentlichen Präsenz werden die Paralympics für mein Empfinden irgendwie mehr im Hintergrund gehalten. Die Attraktivität fehlt ein Stück. Obwohl's ja eigentlich das gleiche ist wie die normale Olympiade.“

Ulrike Rosengarten (68) Rentnerin aus Aalen:

Ulrike Rosengarten

„Ja natürlich schau' ich die Paralympics! Das muss man doch anerkennen und würdigen, was die da leisten und auf die Beine stellen. Ich find' das einfach cool und freu' mich, dass es so viele Medaillen gab für die Deutschen. Ich guck' zwar nicht ganz so viel, wie bei der normalen Olympiade, aber schon einiges und fiebere mit. Es sind ja auch einige Sportler aus Baden-Württemberg dabei, teilweise sehr junge. Für die freut mich das besonders. Ich ignoriere den Krieg ganz bestimmt nicht, aber es tut gut, da so was Positives zu sehen, was dem Gemüt hilft, das andere zu ertragen. Bei Biathlon guck' ich alles. Anna-Lena Forster, die Monoskifahrerin, hat ja zwei mal Silber und ein Mal Gold geholt. Das ist richtig toll zu sehen.“

Gaby Stütz (58) Bankkauffrau aus Unterkochen:

Gaby Stütz

„Die Übertragungen schau' ich nicht so an. Dazu bin ich meist zu spät vor dem Fernseher. Das hat jetzt nichts mit den Paralympics zu tun. Das war bei der Olympiade ähnlich. Aber ich lese die Ergebnisse im Internet und die Berichte in der SchwäPo. Ich finde es gut und wichtig, dass es die Paralympics gibt. Es ist auch echt faszinierend. Beispielsweise wie die Skifahren mit nur einem Bein. Zur Zeit laufen ja viel die Sondersendungen zur Ukraine im TV. Dann guck' ich schon eher das an, wie da der aktuelle Stand ist, und nicht so die Sportübertragungen.“

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