Geistliches Wort in der Corona-Krise

Fragt, wie es dem Anderen geht

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Die Wahrnehmung dieser besonderen Zeit klappt immer mehr auseinander. Die einen wurden mit Krankheit, Tod, Isolation und Existenzangst konfrontiert.

Die Wahrnehmung dieser besonderen Zeit klappt immer mehr auseinander. Die einen wurden mit Krankheit, Tod, Isolation und Existenzangst konfrontiert. Die anderen freuen sich über den freieren Kalender, die sauberere Luft, den entschleunigteren Lebensstil. Und dazwischen und daneben: Genervtsein, Gelangweiltsein, Entrüstung über zu viel oder zu wenig Lockerung. Das Unverständnis über die Wahrnehmung des anderen wird größer, der Ton der Auseinandersetzung rauer. Da klingt der Rat des Apostels Paulus wie ein heilsames Gegenprogramm: Fragt nach, wie es dem Anderen geht. Bleibt an seiner Seite. Versucht, euch in ihn hineinzuversetzen. Wagt, seine Wahrnehmung und seine Empfindung zu verstehen, und, wo es euch möglich ist, geht ein Stück weit mit ihm mit. Empathie wirkt friedensstiftend. Jesus ist darin ein gutes Vorbild, etwa wenn er mit dem Hochzeitspaar in Kanaa mitfeiert oder mit Martha und Maria um deren verstorbenen Bruder weint. Ich bitte Gott darum, dass er mir und Ihnen besonders in dieser Zeit ein mitfühlendes Herz schenkt. Pfarrerin Mirjam Schuster Ellwangen

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