Geistliches Wort in der Corona-Krise

Für andere eintreten

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"Bleiben Sie zuhause!" Diese Aufforderung begleitet uns nun bald ein Jahr! Was aber wenn man kein Zuhause hat? Wenn man zu den geschätzt 41 000 Menschen in Deutschland gehört, die auf der Straße leben.

"Bleiben Sie zuhause!" Diese Aufforderung begleitet uns nun bald ein Jahr! Was aber wenn man kein Zuhause hat? Wenn man zu den geschätzt 41 000 Menschen in Deutschland gehört, die auf der Straße leben. Was ist, wenn Kinder zuhause Gewalt befürchten müssen. Was ist, wenn das Zuhause kein Eigenheim mit Terrasse und Garten ist, sondern eine kleine Mietwohnung, die ich mit vielen Familienmitgliedern teile? Was ist, wenn ich zuhause bleiben muss, weil ich keinen Job mehr habe, weil Homeoffice nicht möglich ist? Was ist, wenn mein Zuhausebleiben mich immer einsamer macht, weil niemand nach mir schaut? Es sind keine einfache Zeiten, und wir sind noch lange nicht durch. Daher wird immer wichtiger, dass wir aufeinander acht haben, dass uns die Situation anderer Menschen nicht gleichgültig ist. Vielleicht gibt es etwas, dass ich für die tun kann, für die das Leben in der Pandemie immer unerträglicher wird. Nicht nur an sich selber denken, sondern auch für andere eintreten, die es in diesen Tagen besonders schwer haben. Darauf wird es ankommen. Pfarrer Bernhard Richter evangelische Kirche Aalen

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