Furios: die Big BAAnd und die Talking Horns

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Die "Talking Horns" aus Köln waren als Gast zum Konzert der Big BAAnd gekommen.
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So vielfältig kann Jazz sein: Wie die Aalener Musiker um Alfred May ihr erstes Jahreskonzert nach der Corona-Pause zusammen mit Profi-Musikern aus Köln spielen.

Aalen-Hofherrnweiler

Jazz in seiner ganzen Vielfalt und in hoher Qualität bekamen die Zuhörer im gut besuchten Weststadt-Zentrum von zwei völlig unterschiedlichen Bands zu hören. Die Big BAAnd Aalen veranstaltete dort – nach der Corona-Pause – wieder ihr traditionelles Jahreskonzert.

2020 musste das Konzert kurz vor dem Termin abgesagt werden, umso größer war die Vorfreude bei Musikern und Fans am Samstag. Als Gast waren die „Talking Horns“ dabei, vier Profi-Musiker aus Köln, Münster und Innsbruck. Sie sind eines der auch international bekanntesten Jazzquartette. Auf sie war Alfred May, Vorsitzender der Big BAAnd, durch den Tipp eines der Musiker seines Ensembles aufmerksam geworden und hatte sie für einen gemeinsamen Workshop angefragt. Und Achim Fink, Andreas Gilgenberg, Bernd Winterschladen und Stephan Schulze sagten zu, gefördert wurde das Ganze  durch die „Neustarthilfe Kultur“, des Bundes.

So traf man sich im Juli und am vorletzten Wochenende zu insgesamt vier Tagen gemeinsamen Übens. „Die Profis arbeiteten mit uns Amateurmusikern intensiv an Zusammenspiel, teils in Kleingruppen, an Rhythmik, an Verfeinerungen“, wie May und Trompeter Bernd Trittenbach begeistert erzählen. Das Ergebnis setzte die Fans am Samstagabend in Begeisterung.

Zu Beginn des Abends starteten die „Talking Horns“ nur mit den unterschiedlichsten Blasinstrumenten, Posaune, Saxophon, Trompete, Tenorhorn, Sousafon und andere, ohne Rhythmus- und Harmoniegruppe. Die vier spielten eigene Stücke, mit vielen Improvisationen, mit vielen Wechseln von Rhythmik und Tonart, der Stil von Blues bis Swing. Die Stücke hießen „Zwischenraum“, „Frühling“ – entsprechend beschwingt-, der Choral „Der Geist des Herrn erfüllt das All“ wurde interpretiert.

Gänzlich neu entstand das hinterher mit „Sich ahlen in Aalen“ betitelte Stück, quasi als Hommage an die Stadt. Lohn des mit viel Spielfreude gestalteten Auftritts waren viel Beifall des Publikums und die Forderung nach der Zugabe mit dem Titel „Döner komplett“.

Big-Band-Sound vom Feinsten boten die 17 Musiker der BigBAAnd im Anschluss. Unter der Leitung von Mathias Blumenschein gab es Traditionals wie „Sweet Georgia Brown“, dazu Stücke wie „Serengeti“, mit wechselnden Soli des Trompeters Bernd Trittenbach, mehrerer  Saxophonisten, des Schlagzeugers Robert Frobis und Robert Fichtel am Piano.

Die „Talking Horns“ hatten zwei ihrer Stücke für speziell für die Big BAAnd umgeschrieben, zu ihrer „Welturaufführung“ verstärkten die vier Profis die Aalener Musiker. Am Ende war das Publikum begeistert und forderte Zugaben, May hoffte zum Abschluss auf weitere Zusammenarbeit mit den „Horns“ und vor allem auf weitere Konzerte in der Region.

Die Big BAAnd hatte zu ihrem Jahreskonzert geladen.
Für einige Stücke verstärkten die Talking Horns die Big BAAnd. Foto: je
Das Konzert der BigBAAnd und der "Talking Horns" begeisterte die Zuhörer im Weststadt-Zentrum.

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