Geistliches Wort in der corona-krise

Gedenken braucht Raum und Ruhe

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Heute beginnt die Karwoche. Eine Zeit, die für Christen gefüllt ist mit dem Gedenken an die letzten Tage Christi, eine Zeit, die in das Osterfest mündet.

Heute beginnt die Karwoche. Eine Zeit, die für Christen gefüllt ist mit dem Gedenken an die letzten Tage Christi, eine Zeit, die in das Osterfest mündet. Gedenken ist mehr als Erinnern. Beim Erinnern kann ich mir einen Sachverhalt vor Augen halten, ohne dass er Wesentliches mit mir zu tun hat. Ich kann mich etwa daran erinnern, dass die britische Regierung vor vier Jahren den Austritt aus der EU beantragte. Beim Gedenken an die Ereignisse am Ende des Lebens Jesu geht es um mehr, es geht um ein Gedenken, dass die Relevanz dieser Ereignisse für uns heute bedenkt. Was bedeutet das für mich, dass Jesus damals in Jerusalem unter Jubelrufen eingezogen ist, dass er bei der Feier des Passahmahls das Abendmahl eingesetzt hat, dass mit seinem Sterben, seiner Auferstehung der Glaube initiiert wurde, dass mit diesen Ereignissen der Grund gelegt ist für die Vergebung der Schuld und die Hoffnung auf die Auferstehung. Ein Gedenken vergegenwärtigt die Bedeutung des Geschehenen. Das macht die Karwoche zu einer besonderen Zeit, die Ruhe braucht, damit das Gedenken Raum hat. Martin Schuster ev. Kirchengemeinde Ellwangen

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