Geistliches Wort in der Corona-Krise

Geduld?!

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Neulich bekam ich Post, die mich an das erinnerte, was ich derzeit kaum mehr habe: Geduld! Immer häufiger höre ich mich sagen: Ich habe keine Lust mehr!

Neulich bekam ich Post, die mich an das erinnerte, was ich derzeit kaum mehr habe: Geduld! Immer häufiger höre ich mich sagen: Ich habe keine Lust mehr! Mir reicht's! Schluss mit Corona! Ich weiß, ich habe jeden Tag genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, wohne nicht allein und muss mir keine Sorgen um den Arbeitsplatz machen. Dennoch, Geduld in der ganzen Situation zu haben, fällt mir zunehmend schwer. Da traf die Postkarte ins Schwarze mit der Aufschrift: Hab Geduld! Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken (Sören Kahl). Ich fühlte mich ertappt und musste dennoch schmunzeln. Vielleicht hilft ja die Haltung der Gelassenheit und des Gottvertrauens. So versuche ich es nun mit P. Johannes XXIII. jeweils nur für heute fest zu glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten, – dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich und uns alle kümmert.

Sr. Marie-Catherine Müller, Katechesereferentin Katholisches Dekanat Ostalb

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