Genossenschaft wählt neues Vorstandsteam

Ukraine Hilfsarbeit ist ein neuer Schwerpunkt von „act for transformation“.

Aalen. Die Genossenschaft act for transformation hat bei ihrer letzten Genossenschaftsversammlung ein neues Vorstandsteam und Mitglied für den Aufsichtsrat gewählt. Die Ukraine-Hilfsarbeit ist ein neuer Schwerpunkt der Arbeit, ein Nachhilfeangebot für Geflüchtete im Um-Welthaus und das erste von Erasmus+ geförderte Jugendprojekt startet im Herbst dieses Jahres.

Alena Kemm wurde als neues Vorstandsmitglied der Genossenschaft gewählt und löst das langjährige Vorstandsmitglied Benjamin Köhler ab. Sie war zuvor Aufsichtsratsvorsitzende und ist als integrierte Friedensfachkraft in die Projekte in Georgien involviert. Weiterhin im Vorstand wird Jürgen Menzel mitwirken und Michael Schirmer wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. Auch zwei neue Mitglieder wurden begrüßt: Ludymila Komashko aus der Ukraine und Mikheil Elizbarashvili aus Georgien, die beide in der Ukraine Hilfsarbeit mitwirken.

Der Krieg in der Ukraine hat die Arbeit der Genossenschaft in diesem Jahr stark verändert, denn neben den ursprünglichen Friedensprojekten in Osteuropa steht jetzt die Hilfsarbeit für Geflüchtete im Mittelpunkt. Ludymila Komashko kam von der Partnerorganisation in Odessa nach Aalen und bietet hier psychologische Beratung und Gesprächskreise für Frauen an.

Auch ein Kleiderbasar im Um-Welthaus existiert seit Ausbruch des Krieges und Angebote für Kinder wurden gestartet. Auch im Caucasus Office von act for transformation in Georgien wurden ähnliche Angebote für ukrainische Flüchtlinge gestartet, für die Mikheil Elizbarashvili die Koordination übernommen hat. Beide berichteten während der Mitgliederversammlung über ihre bisherige Arbeit und geplanten weiteren Aktivitäten.

Freiwilligendienste im Schatten des Krieges

Auch die weltwärts-Freiwilligendienste standen ganz im Schatten des Krieges, berichtete Jürgen Menzel als Projektkoordinator. Von den ursprünglichen Freiwilligen, die noch Anfang des Jahres in den Süd-Kaukasus ausreisen wollten, sagte die Hälfte aus Sorge vor den Auswirkungen des Krieges in der Region ab. Dennoch sind im Herbst sechs Freiwillige ausgereist, die in Projekten in Georgien und Armenien mitwirken. Auch zwei Freiwillige aus Georgien arbeiten wieder als Freiwillige in Aalen und können mit ihren Russischkenntnissen eine gute Sprachbrücke zu Menschen aus der Ukraine, Deutschland und anderen Ländern bilden.

Das erste von Erasmus+ geförderte Jugendprojekt wird act for transformation mit Partnern aus Polen, Armenien und Georgien durchführen. Unter dem Projekttitel „Fairtogether: You(th) for peace“ werden sich junge Menschen auch aus der Ukraine und den anderen beteiligten Ländern begegnen, sich über den Frieden in Europa austauschen und Projekte durchführen. Gerade in Zeiten des Krieges sind derartige Jugendbegegnungen ein wichtiges Engagement, welches die europäische Integration stärkt.

Weitere Berichte folgten von den Angeboten im Um-Welthaus Aalen und vom Sudan Projekt in Berlin. Insbesondere für das Um-Welthaus müsse nach der Corona-Krise, in der die meisten Angebote zum Globalen Lernen in Schulen eingeschränkt waren, eine neue zukünftige Ausrichtung erfolgen. Insbesondere digitale Online-Angebote wurden entwickelt und sollen für eine größere internationale Zielgruppe angeboten werden. Da kam eine Förderzusage der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit des Landes gerade richtig. In dem Projekt sollen mit Partnern in Osteuropa und Sudan hybride „Global Peace Räume“ geschaffen werden, über die sich junge Menschen zu friedens, Menschenrechts- und Demokratiethemen austauschen können.

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